Platons Ideenlehre und das Höhlengleichnis
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Platons Ideenlehre und das Höhlengleichnis: Eine Einführung
Der Glaube an das Natürliche
Platon argumentiert, dass wahres "Wissen" auf dem Verständnis der natürlichen, unveränderlichen Dinge beruht und nicht auf bloßen Kopien. Die Sinne allein können kein authentisches Wissen liefern. Dieses Konzept ist zentral in der Naturforschung.
Die Rückkehr in die Höhle
Platon beschreibt den Philosophen, der die Wahrheit erkannt hat, aber aus Mitleid zu seinen ehemaligen Mitgefangenen in die Höhle zurückkehrt, um sie zu lehren. Dieser Abstieg erfordert eine Anpassung an die Dunkelheit und kann dazu führen, dass der Philosoph lächerlich gemacht wird, weil er für die Unwissenden unverständlich spricht.
Die Blendung und die Wahrheit
Platon unterscheidet zwei Arten von Blendung: die Blendung beim Übergang vom Licht in die Dunkelheit und umgekehrt. Erstere ist bewundernswert, letztere bemitleidenswert. Dies verweist auf Sokrates' ungeschicktes Verhalten vor Gericht, da er es nicht gewohnt war, über Schatten zu streiten.
Das "Andere" und die Autarkie der Ideen
Die Formel "als" in Platons Dialogen drückt die absolute Natur der Ideen aus. Sie bezieht sich auch auf die Autarkie mathematischer Entitäten. Im Gegensatz dazu steht das "Andere", das Merkmal der materiellen Welt. Gerechtigkeit existiert nicht in sich selbst, sondern durch Teilhabe an der Idee der Gerechtigkeit. Diese Idee ist absolut und uneingeschränkt.
Der steile Aufstieg zur Erkenntnis
Der Übergang von der bloßen Meinung (Doxa) zum Wissen (Episteme) ist mühsam und voller Hindernisse. Bildung ist ein schwieriger Prozess, der nicht jedem zugänglich ist.
Essenz und verständliche Arten
Die Essenz ist das, was dauerhaft ist und in der Definition eines Dinges widergespiegelt wird. Bei Platon ist die Essenz gleichbedeutend mit der "Idee". Verständliche Arten sind Realitäten ohne Material, die zum Bereich der Entitäten und Ideen gehören.
Die höchste Studie: Die Idee des Guten
Das höchste Wissen ist das Wissen um die Idee des Guten. Dies ist die letzte Stufe der Dialektik und der Noesis. "Existieren" bedeutet bei Platon sowohl Essenz als auch Existenz. Die Ideen, insbesondere die Idee des Guten, besitzen notwendige Essenz und Existenz.
Die Fähigkeit zur Dialektik und die Blendung
Die Dialektik ist die höchste kognitive Fähigkeit, durch die die Ideen erkannt werden (Intelligenz, Noesis). Blendung bezieht sich sowohl auf die Blendung als auch auf die Helligkeit.
Genesis und die Unveränderlichkeit der Ideen
Genesis (Geburt, Ursprung) ist ein Merkmal der sinnlichen Wesen, die der Zeit unterworfen sind. Nur die unveränderlichen und ewigen Ideen sind wahre Realität.
Die Ideenlehre als Grundlage der Philosophie Platons
Die Ideen sind ewige, immaterielle und unveränderliche Entitäten. Sie sind die Ursache und das Wesen der materiellen Welt. Alle Bereiche der platonischen Philosophie basieren auf der Ideenlehre.
Die Idee des Guten als Spitze der Hierarchie
Die Idee des Guten steht an der Spitze der Ideen. Sie ist verantwortlich für die Essenz jeder Idee, ohne selbst eine Idee zu sein. Sie ist die Quelle der Vollkommenheit aller Ideen.
Das Bild und die Unwissenheit
Das Bild ist eine doppelte Darstellung der sinnlichen Wirklichkeit und die unterste Ebene des Seins. Es kann als bloße Kopie (Unwissenheit) oder als etwas Reales wahrgenommen werden.
Intelligenz (Noesis) und die Befreiung von den Ketten
Intelligenz (Noesis) ist die praktische Weisheit, die uns im Leben leitet. Sie unterscheidet sich von der theoretischen Intelligenz. Die Befreiung von den Ketten ist ein schrittweiser Prozess der Bildung, der uns von den Fesseln der sinnlichen Welt befreit.
Das Wesen und die Vielfalt
"Was es ist" bezieht sich auf die Ideen und mathematischen Entitäten. Es ist ein Ausdruck, der von Parmenides entlehnt wurde. Die Vielfalt der sinnlichen Welt steht im Gegensatz zur Einheit der Ideen.
Die Notwendigkeit der Gewöhnung an das Licht
Platon betrachtet die Mathematik als notwendige Vorbereitung für die Dialektik. "Keiner trete ein, der nicht Geometer ist", stand an der Tür seiner Akademie.
Meinung (Doxa) und diskursives Denken (Dianoia)
Die Meinung (Doxa) ist das Wissen, das durch die Sinne erlangt wird. Sie ist unterteilt in Imagination (Eikasia) und Glauben (Pistis). Das diskursive Denken (Dianoia) bezieht sich auf das Wissen um mathematische Entitäten.
Das Prinzip und die Lust
Das Prinzip ist die Grundlage, die intuitiv erfasst wird. In der Mathematik sind Prinzipien Annahmen, in der Dialektik ist das Prinzip die Grundlage des Kurses, das Gute. Die Lust ist ein schönes Gefühl, das bei Platon den niederen Seelen zugeordnet wird.
Die Analogie von Sonne und Gutem
Die Gefangenen in der Höhle repräsentieren den Zustand des Menschen, der von den Sinnen gefangen ist. Weisheit besteht darin, die Ansicht als Schatten der Wirklichkeit zu erkennen. Sichtbare und unsichtbare Wesen gehören zur sinnlichen bzw. intelligiblen Welt.
Starker Glaube und die Schatten
"Starker Glaube" ist die Denkweise, die das Erscheinungsbild als unecht erkennt und die Möglichkeit eröffnet, zum realen Wissen aufzusteigen. Die Schatten sind die unterste Ebene der Doxa.
Die Himmelfahrt und die Einheit
Die Himmelfahrt ist eine vorläufige Hypothese. In der Mathematik dient sie als Prämisse, in der Dialektik wird sie als Prinzip betrachtet. Die Einheit ist ein wesentliches Attribut der Ideen.
Der Sohn des Guten und die Wahrheit
Platon nennt die Sonne den "Sohn des Guten", sowohl im wörtlichen als auch im metaphorischen Sinne. Die Wahrheit ist die Realität aus ontologischer Perspektive. Das Gute ist sowohl die Quelle der Wahrheit als auch der Intelligenz, die sie erkennt.