Politikzyklus: Umsetzung, Evaluierung und Verzögerungen im Regierungshandeln
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Umsetzung der Maßnahmen
Die Umsetzung erfolgt durch die Regierung, die Zentralregierung oder Regierungen sowie regionale und lokale Verwaltungen. Es treten schwierige Situationen auf:
- Unvollständige Spezifizierung der Maßnahmen (Die Regierung gibt allgemeine Anweisungen, die die öffentliche Verwaltung (PA) durch Verordnungen konkretisieren muss).
- Widersprüchliche Kriterien (Die Prüfung eines Mindestlohngesetzes kann für Unternehmen auf Basis des Verbraucherpreisindex (CPI) oder der Zahlungskapazität erfolgen).
Ex-post-Evaluierung: Messung der Auswirkungen der Politik
Die Evaluierung dient dazu, die Auswirkungen der Politikumsetzung zu messen. Die Analyse des Nettoeffekts eines Einkommenssicherungsprogramms (Anzahl der unterstützten Familien und deren Auswirkungen auf die Erwerbsbeteiligung) ist ein Beispiel. Die Policy-Analyse ist ein fortlaufender Prozess, um Probleme zu identifizieren und Verbesserungen vorzunehmen. Die Auswertung ermöglicht es uns, die Formulierung von Politiken zu beurteilen und zu verbessern und deren Effektivität zu steigern.
Ende der Politik
Die Politik endet nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt. Gründe für das Ende einer Maßnahme sind:
- Der festgelegte Zeitraum ist abgelaufen.
- Die Finanzierung läuft aus.
- Das Problem verschwindet oder ändert sich in seinem Inhalt vollständig oder teilweise.
- Die soziale Notlage oder die betroffene Bevölkerungsgruppe entfällt.
Zusammenspiel der Phasen
Änderungen in der Reihenfolge sind möglich: Eine Anhörung kann vor der Maßnahmenkonzeption oder nach Parlamentswahlen stattfinden. Einige Maßnahmen werden automatisch und schnell umgesetzt, ohne alle Phasen zu durchlaufen.
Feedback: Nach der Konsultation erfolgt eine Analyse, die einen Überblick über die Maßnahmenkonzeption gibt. Überlappung: Phasen der Analyse, der Informationsgewinnung, der Konsultation und der parlamentarischen Debatte können sich überschneiden. Ausfälle außerhalb des Prozesses: Überprüfungen bestehender Maßnahmen oder Regierungswechsel können den Prozess beeinflussen.
Verzögerungen (Delay)
Von der Erkennung eines wirtschaftlichen Problems bis zur Wirkung der ergriffenen Maßnahmen vergehen oft lange Zeiträume, was die Wirksamkeit der Politik verringert. Verzögerungen treten in verschiedenen Phasen der Maßnahmenerarbeitung auf und sind extrem schwer vorherzusagen.
Interne Verzögerung
Diese hängt von der Fähigkeit der politischen Entscheidungsträger ab, auf wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren. Sie umfasst:
- Anerkennung: Die Zeitspanne, vom Bestehen eines Problems bis zur Beobachtung wirtschaftlicher Veränderungen oder der Notwendigkeit einer Aktion.
- Annahme: Die Zeit vom Erkennen der Notwendigkeit einer Politik bis zu deren formeller Annahme.
Externe Verzögerungen
Dies ist die Zeitspanne von der Aktion bis zur Auswirkung auf die wirtschaftliche Aktivität. Sie hängt von der Wahl der richtigen Aktion, der Reaktion der Wirtschaftsakteure und externen Faktoren ab (wobei Reputation und Glaubwürdigkeit eine wichtige Rolle spielen).