Politische Entwicklung in Spanien (1833–1874)

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Punkt 7: Die politische Situation in Spanien

Die politische Lage in Spanien war geprägt von einem ständigen Wechsel zwischen progressiven und liberalen Regierungen, die beide mit ökonomischen und sozialen Konflikten zu kämpfen hatten.

Politische Evolution (1833–1848)

Unter der Regentschaft von Maria Cristina wurde versucht, einen stabilen Status quo zu schaffen. Die Progressiven, angeführt von Persönlichkeiten wie Espartero und Mendizábal, strebten nach einer Verfassung, die Wahlfreiheit garantierte und eine zentralisierte Verwaltung vorsah.

  • 1844: Narváez kam an die Macht und gründete die Guardia Civil.
  • Verfassungsversuche: O'Donnell versuchte, eine progressive Verfassung einzuführen, was jedoch scheiterte.
  • Desamortisation: Ein zentrales Thema war die Enteignung von ungenutztem Land (manos muertas), um es an Bauern zu verkaufen. Dies scheiterte jedoch, da die Bauern nicht über das nötige Kapital verfügten und das Land stattdessen von der besitzenden Bourgeoisie aufgekauft wurde.

Die besitzende Bourgeoisie war jedoch kaum an einer industriellen Revolution interessiert.

Sexenio Democrático (1868–1874)

Progressive und Demokraten schlossen sich im Pakt von Ostende zusammen, um die Monarchie von Isabella II. zu beenden. Nach der Schlacht von Alcolea floh die Königin nach Frankreich, und eine provisorische Regierung wurde eingesetzt.

Etappen der demokratischen Verwaltung:

  1. Regentschaft Serrano: Ausarbeitung einer neuen Verfassung (1869).
  2. Amadeus von Savoyen: Seine Herrschaft war von Instabilität, Attentaten und den Karlistenkriegen geprägt.
  3. Erste Spanische Republik: Trotz der Ausrufung kam es zu internen Konflikten zwischen Föderalisten und Zentralisten. Die Republik endete 1874 durch den Staatsstreich von Martínez Campos.

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