Politische und Kulturelle Umbrüche im 17. Jahrhundert
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Politische und Religiöse Veränderungen
Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648), der Katholiken und Protestanten entzweite, endete mit dem Westfälischen Frieden. Zudem war das 17. Jahrhundert geprägt von der Dominanz absoluter Monarchien und dem Zusammenbruch des Spanischen Reiches (Reich hispánico). Die Proklamation der Religionsfreiheit beendete andererseits mehr als ein Jahrhundert der Kriege.
Merkmale der Absoluten Monarchie
In der absoluten Monarchie leitete sich die Autorität des Monarchen direkt von Gott ab. Die Macht des Königs war absolut; er war die Verkörperung des Staates. Er war Gesetzgeber, die höchste Regierungsinstanz, Leiter der Justiz und verantwortlich für die Außenpolitik.
Die interne Machtfülle wurde lediglich durch das Göttliche Gesetz, das Naturrecht und die Einschränkungen durch die Cortes (Parlamente) begrenzt. Nicht-absolute Monarchen akzeptierten Beschränkungen ihrer Macht und nutzten die Einberufung der Cortes.
Weitere Monarchieformen
- Feudalmonarchie: Der König teilte die Souveränität mit dem Adel.
- Autoritäre Monarchie: Der König näherte sich dem Adel an, stand an der Spitze verschiedener Institutionen und der Cortes, teilte seine Macht jedoch mit ihnen.
Das Barock
Das Barock umfasst das gesamte 17. und 18. Jahrhundert. Dieser neue Stil zeichnet sich durch Unregelmäßigkeit und Komplexität aus und ist die ästhetische Antwort auf die religiösen, politischen und wirtschaftlichen Umstände des 17. Jahrhunderts.
Absolute Monarchen beauftragten Künstler, Bauten zu errichten, die ihre immense Macht widerspiegelten. Der Palast von Versailles und seine Gärten sind das deutlichste Beispiel für diesen prächtigen und eleganten Stil.
Die katholische Kirche nutzte die Kunst als Bauleistung: Kirchen zeigten eine prunkvolle Dekoration, die der Propaganda religiöser Prinzipien diente. Dies geschah bewusst, um der freiwilligen Enthaltsamkeit von Bildern in protestantischen Tempeln entgegenzuwirken. Im Gegensatz dazu führte in protestantischen Ländern das Fehlen von Bildern in den Gotteshäusern zum Fehlen einer religiösen Propagandakunst.
Ästhetische Merkmale des Barock
Bewegung, Licht, Farbe, Realismus, Drama und eine Bühne voller Symbolik.