Politische Macht, Staat und Rechtsstaatlichkeit: Grundlagen und Legitimität
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Politische Macht und Gesellschaft
Politische Macht: Politische Macht betrifft die gesamte Gesellschaft. Es ist die Fähigkeit, öffentliche Mittel nach den Grundsätzen der Gesetzgebung zu suchen und zu verwalten, um Ziele der sozialen Entwicklung und eines friedlichen Miteinanders zu erreichen.
Der Staat als politische Institution und seine Elemente
Der Staat ist eine menschliche soziale Institution, die die gesamte Gesellschaft umfasst. Er ist organisiert, um die Gesellschaft zu verwalten und zu stabilisieren, durch Abteilungen und Verfahren.
Elemente des Staates:
- Stabile Gesellschaft: Ansässig in einem Gebiet mit anerkannten Grenzen.
- Rechtliche Ordnung (Gesetz): Einheit, die das gesellschaftliche Leben regelt.
- Souveränität: Die autonome Fähigkeit, eigene Ziele zu entwickeln und umzusetzen sowie Sicherheit zu gewährleisten.
- Anwendung von Zwangsgewalt: Gesetzlich anerkannte Durchsetzung seiner Politiken und Entscheidungen.
- Verschiedene Institutionen:
- Gesetzgebende Kammern (Legislative): Schlagen Gesetze vor.
- Regierung (Exekutive): Setzt das Gesetz in seiner Verwaltung um.
- Gerichte (Judikative): Sanktionieren bei Gesetzesbruch.
- Administration: Strukturiert in Abteilungen mit gesetzlich geregelten Aufgaben und Befugnissen.
Der moderne Staat und Rechtsstaatlichkeit
Der moderne Staat ist gekennzeichnet durch:
- Ablehnung der Idee des göttlichen Ursprungs der politischen Macht.
- Trennung der drei Gewalten (Legislative, Exekutive und Judikative), um Diktatur, Oligarchie oder Autokratie zu vermeiden, Missbrauch vorzubeugen und die Machtausübung zu begrenzen.
- Rechtliche Anerkennung durch andere Staaten.
- Seine Souveränität basiert auf dem freien Willen seiner Mitglieder.
- Grenzen durch internationales Recht, Wirtschaft usw.
- Die Anwendung der Zwangsgewalt ist unter extremen Bedingungen und rechtlichen Voraussetzungen legitimiert.
Vor allem muss er ein Rechtsstaat sein. Die Rechtsstaatlichkeit erfordert eine Verfassung, die alle Gesetze enthält. Diese Gesetze sollten der sozialen Entwicklung dienen. Alle Mitglieder des Staates unterliegen ihnen, sofern sie die tatsächliche Ausübung demokratischer Grundsätze verteidigen. Kein Gesetz ist gültig, wenn es diesen Grundsätzen widerspricht.
Die demokratische Organisation ist notwendig, um die rationale, freie, würdige und anständige menschliche Natur zu gewährleisten. Sie sollte die individuelle Freiheit, Gleichheit, politische Partizipation und andere Grundrechte jedes Menschen anerkennen und schützen. Sie fördert deren Umsetzung mit der Zivilgesellschaft und anderen Staaten. Sie teilt den vernünftigen Pluralismus, praktiziert Toleranz, Nicht-Gleichgültigkeit und Freizügigkeit. Sie fördert die Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Solidarität. Nur so kann der soziale Frieden gewahrt werden.
Legitimität des Staates
Legitimität darf nicht mit Legalität verwechselt werden; sie sind nicht immer identisch. Faktoren wie die natürliche Ordnung, göttliche Freiheit oder die Anerkennung individueller Ausstrahlung spielen eine Rolle. Es reicht nicht aus, dass ein Staat demokratisch und rechtlich ist; er benötigt Legitimität.
Theorien zur Legitimität:
- Machiavelli argumentiert, dass der Staat und seine Macht durch ihre eigene Praxis und deren Erhaltung gerechtfertigt werden. Das Interesse oder das Wohl des Staates steht über allem, solange er real existiert.
- Vertragstheorien legitimieren den Staat durch den Vertrag freier, gleicher und vernünftiger Individuen.
- Hobbes besagt, dass der Mensch frei und rational ist und unbegrenzte Rechte zur Verbesserung seines Lebens hat. Die Ausübung unbeschränkter Macht führt jedoch zu Konflikten mit negativen Folgen. Daher entsteht die Notwendigkeit eines Vertrags zur Schaffung von Frieden. Die durch den Vertrag bedingte Ordnung führt zu einem absolutistischen Staat.
Bürgerliche Gesellschaft und Staat
Die Zivilgesellschaft ist die Organisation, Struktur und soziale Gliederung in verschiedenen Systemen von Arbeitsbeziehungen. Sie stellt den öffentlichen Raum für Meinungsäußerung und die freie Diskussion öffentlicher Angelegenheiten dar. Sie wird durch verschiedene gesetzliche Vorschriften geregelt, die Bürgerrechte und soziale Aufgaben vorsehen.
Die Zivilgesellschaft ist eine größere Organisation und die Grundlage des Staates. Sie benötigen einander. Die Zivilgesellschaft legitimiert die Rechtspersönlichkeit des Staates. Dieser sollte das öffentliche Leben gemäß den gesellschaftlichen Anforderungen leiten. Die Gesellschaft muss frei, solidarisch und sich der Legitimierung des Staates bewusst sein. Sie muss mehr Bewusstsein und Verantwortung entwickeln und sich verantwortungsvoll in politischen Angelegenheiten engagieren. Sie muss ausdrücken, was sie will und tatsächlich benötigt. Sie muss aktiv mit dem Staat zusammenarbeiten, um unerwünschtes Verhalten zu verhindern. Es ist notwendig, Sensibilisierung und Ausbildung zu fördern. Manche argumentieren, dass der Wohlfahrtsstaat die zivilgesellschaftliche Initiative reduziert. Daher müssen Gouverneure und Regierte, Staat und Zivilgesellschaft immer getrennt bleiben.