Politische Strömungen und Neuordnung im 19. Jahrhundert
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Liberalismus: Prinzipien und Strömungen
Der Liberalismus basiert auf folgenden Prinzipien: individuelle Freiheit, verfassungsrechtliche Bestimmungen, die Aufteilung der Zuständigkeiten, nationale Souveränität und die Beteiligung der Bürger an politischer Aktivität, zusammen mit wirtschaftlicher Freiheit.
Gemäßigter Liberalismus
In dieser Form wird die Monarchie nicht infrage gestellt, sofern sie verfassungsrechtlich verankert ist. Zudem befürwortete diese Strömung die Einführung des Zensuswahlrechts (Censatari).
Radikaler Liberalismus
Diese Strömung war republikanisch orientiert und befürwortete das allgemeine Wahlrecht.
Nationalismus und Identität
Nationalismus bedeutet die Schaffung eines Bewusstseins der Zugehörigkeit zur gleichen kollektiven Identität. Diese Identität beinhaltet die Teilhabe an der gleichen Kultur, die sich durch klare Identitätsmerkmale, bestimmte Verhaltensmuster und eine spezifische Weltanschauung manifestiert.
Absolutismus und Konservatismus
Der Absolutismus drückt sich durch konservative, traditionelle Werte aus und verteidigt sowohl den individuellen als auch den geistigen und politischen Konservatismus. Dieser verteidigt die Existenz von Werten, welche die Autorität über alles sichern sollen: den Monarchen auf dem Thron, die Kirche als Institution mit Rechten, die Familie, das Eigentum sowie die Privilegien der sozialen Hierarchie und Politik. Diese Verteidigung wurde mit dem Anspruch gerechtfertigt, dass die genannten Werte Teil des göttlichen Erbes seien und daher ein festes, ewiges und unveränderliches Ganzes bilden.
Die konservative Restauration (Wiener Kongress)
Im Rahmen des Wiener Kongresses kam es zu bedeutenden territorialen Veränderungen:
- Frankreich: Die Grenzen wurden stark auf den Stand vor der Revolution von 1789 reduziert. Es wurde von einer Reihe kleiner Staaten umgeben, die als Puffer fungierten: die Niederlande, Rheinpreußen, Savoyen und die Schweizerische Eidgenossenschaft – Piemont.
- England: Gewann die Insel Malta, die Ionischen Inseln und Ceylon. Zudem wurden Gebiete in Südafrika gewonnen, die als wichtige Kontrollpunkte der Schifffahrtswege und für strategische Einblicke in das Innere Afrikas dienten.
- Russland: Erhielt den Großteil Polens, Finnland und Bessarabien (Moldawien).
- Preußen: Erweiterte sein Gebiet durch die Annexion eines Teils von Polen, Sachsen, Teilen von Schwedisch-Pommern und die Schaffung der Rheinprovinz.
- Österreich: Erhielt das Königreich Lombardo-Venetien und die Illyrischen Provinzen, während es auf Belgien verzichtete.
- Portugal und Spanien: Diese Länder erhielten keine Entschädigungen.
Die Französische Revolution
Die Französische Revolution war ein langer und komplexer revolutionärer Prozess von zehn Jahren, in dem die Bourgeoisie und die Handwerker die Privilegien des Adels gewaltsam absetzen konnten. Nach dem amerikanischen Vorbild setzte man sich für den Weg der Demokratie und Freiheit ein.