Pop‑Psychologie, Turing‑Maschine und Nervensystem

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Pop-Psychologie

Pop-Psychologie bezeichnet die Alltagspsychologie, also die Psychologie des Verhaltens von Agenten in Bezug auf mentale Zustände. Fodor beschreibt die Pop-Psychologie als gesunden Menschenverstand, der Überzeugungen und Wünsche erklärt. Für Fodor ist die Pop-Psychologie aus drei Gründen interessant:

Gründe für Fodors Interesse

  1. Attributionsfähigkeit: Sie erlaubt es uns, die Absichten von Personen zu schließen und daraus ihr Verhalten vorherzusagen.
  2. Erklärende Tiefe: Eine gute Theorie erklärt letztlich, wie Überzeugungen, Einstellungen und Verhaltensweisen interagieren und ermöglicht Verallgemeinerungen über das Verhalten von Menschen.
  3. Unentbehrlichkeit: Wir haben keine andere Möglichkeit, unser Verhalten und seine Ursachen zu beschreiben, wenn unser Verhalten und seine Ursachen nicht nach allgemeinen Gesetzen erklärbar wären.

Dies entspricht der Idee einer empirisch fundierten Theorie, die mit der Existenz propositionaler Einstellungen übereinstimmt. Diese Theorie wird als repräsentationale (repräsentative) Theorie des Geistes bezeichnet. Was die repräsentationale Theorie des Geistes erklären muss, ist, wie wir solche Repräsentationen bilden und verändern und wie wir komplexere Darstellungen konstruieren.

Fodor postuliert ferner eine angeborene Sprache des Denkens (Language of Thought). In dieser Auffassung können mentale Repräsentationen wie Symbole behandelt werden, die miteinander verbunden sind und der Syntax der Sprache des Denkens selbst folgen. Diese angeborene Sprache des Denkens ermöglicht es, Gedankenrepräsentationen zu formen und zu kommunizieren.

Beschreibung einer Turing-Maschine

Beschreibung einer Turing-Maschine – Eine Turing-Maschine ist ein idealisiertes Modell, das formal einen Algorithmus beschreibt. Zwei grundlegende Aspekte dieser Idealisierung sind:

  • Das Gedächtnis ist unbegrenzt (unendliches Band).
  • Die Maschine macht keine Fehler (deterministische, fehlerfreie Ausführung des Programms).

Der Zweck der Darstellung einer Turing-Maschine besteht darin, sich ein unendlich langes Band vorzustellen, das in Felder (Quadrate) unterteilt ist, auf denen Symbole geschrieben werden können. So lässt sich formell untersuchen, welche Funktionen durch Algorithmen berechenbar sind.

Beschreibung des Nervensystems

Das Nervensystem ist in zwei Hauptteile gegliedert: das periphere Nervensystem (PNS) und das zentrale Nervensystem (ZNS). Das periphere Nervensystem besteht aus Gruppen von Neuronen, den peripheren Ganglien, und liegt außerhalb von Rückenmark und Gehirn. Die andere Komponente ist das zentrale Nervensystem, das aus Gehirn und Rückenmark besteht. Beide Systeme sind anatomisch unterscheidbar, arbeiten jedoch miteinander vernetzt.

Informationen werden über das periphere System zum zentralen Nervensystem geleitet. Das zentrale Nervensystem lässt sich in mehrere Regionen unterteilen; im Folgenden werden die wichtigsten Teile beschrieben:

Rückenmark

Das Rückenmark empfängt sensorische Informationen von Haut, Rumpf und Gliedmaßen und enthält außerdem motorische Neuronen, die für willkürliche und unwillkürliche Bewegungen verantwortlich sind. Das Rückenmark erstreckt sich von der Basis des Schädels bis zur ersten Lendenwirbelsäule.

Medulla oblongata

Die Medulla (Medulla oblongata) ist eine Fortsetzung des Rückenmarks und teilt mit diesem bestimmte Aufgaben. Sie ist an der Regulation des arteriellen Blutdrucks und der Atmung beteiligt.

Varol-Brücke (Pons)

Die Varol-Brücke (Pons) liegt neben der Medulla und besteht aus einer großen Zahl von Neuronen, die Informationen zwischen den Hemisphären und dem Kleinhirn verteilen.

Kleinhirn

Das Kleinhirn erhält sensorische Informationen und ermöglicht die Koordination und Planung von Bewegungen sowie das Zusammenführen verschiedener Informationsquellen zur Feinabstimmung motorischer Aktionen.

Mittelhirn

Das Mittelhirn ist an der Kontrolle der Augenbewegungen und der Steuerung von Skelettmuskeln beteiligt.

Zwischenhirn

Das Zwischenhirn umfasst Thalamus und Hypothalamus. Der Thalamus verarbeitet und verteilt sensorische Informationen an den sensorischen Kortex des Gehirns. Der Hypothalamus hat die Aufgabe, das vegetative Nervensystem zu steuern und die hormonelle Sekretion durch die Hypophyse zu regulieren.

Großhirnhemisphären

Die beiden Hemisphären des Großhirns sind große Regionen der grauen und weißen Substanz. Zu den darin enthaltenen Strukturen gehören die Basalganglien, der Hippocampus, die Hirnrinde (Kortex) und die Amygdala. Diese Regionen sind essentiell für höhere kognitive Funktionen, Gedächtnis und emotionale Verarbeitung.

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