Der primäre Sektor: Landwirtschaft und Ressourcen
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Der primäre Sektor und seine Bedeutung
Der primäre Sektor umfasst alle Tätigkeiten des Menschen, um Ressourcen direkt aus der Natur zu gewinnen. Dazu gehören die Landwirtschaft, die Viehzucht, die forstwirtschaftliche Nutzung, die Fischerei und der Bergbau.
Ein landwirtschaftliches Gebiet ist das Ergebnis der Veränderung der natürlichen Landschaft durch den Menschen.
Landwirtschaftliche Nutzungsformen
- Extensive Landwirtschaft: Dieses System nutzt in der Regel nicht alle zur Verfügung stehenden personellen und technischen Ressourcen für eine maximale Leistung.
- Intensive Landwirtschaft: Hierbei werden Investitionen und Betriebskapital gezielt eingesetzt, um eine maximale Leistung zu erzielen.
- Subsistenzlandwirtschaft: Diese ist durch die Verwendung archaischer Techniken geprägt. Es besteht eine starke Abhängigkeit von der physischen Umwelt bei geringer Produktivität. Ein Großteil des Landes und der Bevölkerung ist in dieser Tätigkeit gebunden, wobei die Erzeugung primär dem Eigenverbrauch dient.
- Marktorientierte Landwirtschaft: Sie ist gekennzeichnet durch eine hohe Kapitalisierung, den Einsatz moderner Techniken, hohe Produktivität und die gezielte Vermarktung der Erzeugnisse. Diese Form wird vor allem in entwickelten Ländern und Schwellenländern praktiziert.
Anbaumethoden und Techniken
- Hydroponik: Ein Verfahren zur Züchtung von Pflanzen mit mineralischen Nährlösungen anstelle von herkömmlichen landwirtschaftlichen Böden.
- Monokultur: Der Anbau einer einzelnen Pflanzenart auf derselben landwirtschaftlichen Fläche.
- Polykultur: Die Nutzung und der Anbau verschiedener Pflanzenarten auf derselben landwirtschaftlichen Fläche.
- Brache: Eine Technik, bei der Flächen für eine gewisse Zeit stillgelegt werden, um die natürliche Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit zu ermöglichen.
Viehzucht, Forstwirtschaft und Aquakultur
- Feedlot-Tierhaltung: Rinder werden in Ställen und Betrieben konzentriert und künstlich gefüttert. Es handelt sich um eine intensive Viehhaltung, die über hochentwickelte Technologien verfügt.
- Wanderhirten-Tierhaltung (Transhumanz): Diese basiert auf der saisonalen Bewegung von Hirten mit ihren Herden von den Winterweiden zu den Sommerweiden und umgekehrt.
- Forstwirtschaft: Die Pflege von Wäldern oder Gebirgsregionen zur Gewinnung verschiedener Produkte bei gleichzeitiger Erhaltung und Verjüngung der Bestände.
- Aquakultur: Die Aufzucht von Wasserorganismen (sowohl in Salz- als auch in Süßwasser) in Fischfarmen zu kommerziellen Zwecken.
Physikalische Faktoren des Agrarraums
Die Gestaltung des Agrarraums wird durch verschiedene physikalische Faktoren beeinflusst: Solanas (Sonnenseiten) und Umbrías (Schattenseiten), die Temperatur, die Topographie und Höhe, die Vegetation, der Niederschlag, die Hangneigung, Höhenstufen, thermische Gradienten, die Exposition gegenüber Wind, das allgemeine Wetter sowie die Bodenbeschaffenheit.