Der Primärsektor in Spanien: Merkmale, Landwirtschaft und Viehzucht

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Merkmale des Primärsektors in Spanien

Wichtige Entwicklungen und Charakteristika:

  • Rückgang der Anbaufläche im Trockenanbau zugunsten verstärkter Bewässerung.
  • Zunahme der Waldfläche, während die Bedeutung der Grünlandnutzung abnimmt.
  • Verstärkter Einsatz landwirtschaftlicher Flächen ohne Nettoverlust, trotz Zunahme von städtischen Grundstücken, Infrastruktur und Dienstleistungen.
  • Wachsende wirtschaftliche Bedeutung der Tierhaltung (Viehzucht) in der landwirtschaftlichen Produktion und gleichzeitiger Bedeutungsverlust der Fischerei und Forstwirtschaft.
  • Starke Verbindung zwischen progressiven landwirtschaftlichen und viehwirtschaftlichen Aktivitäten und der Nahrungsmittelindustrie.
  • Verlust der ländlichen Bevölkerung und zunehmende Alterung.

Flächennutzung: Trockenanbau vs. Bewässerung

Der Trockenanbau macht 79 % der gesamten Anbaufläche aus, während die Bewässerung nur 21 % der Fläche beansprucht. Dennoch generiert die Bewässerungslandwirtschaft zwei Drittel des wirtschaftlichen Wertes der landwirtschaftlichen Produktion, während der Trockenanbau nur ein Drittel beiträgt.

Wichtige Anbauprodukte (Trocken- und Bewässerungsanbau)

Trockenanbau

Im Trockenanbau dominieren Getreide (Weizen und Gerste). Bei den Baumkulturen sind Olivenbäume und Mandelbäume am häufigsten. Die am weitesten verbreitete Strauchkultur in trockenen Gebieten ist der Weinbau.

Bewässerungsanbau

Hier dominieren krautige Pflanzen wie Sonnenblumen, Flachs, Sojabohnen oder Futterpflanzen sowie der Gartenbau und Obstbau.

Waldfläche und Forstwirtschaft in Spanien

Das spanische Staatsgebiet umfasst 26,3 Millionen Hektar, wovon nur 14 Millionen Hektar als Waldfläche betrachtet werden können. Die wichtigsten Forstprodukte sind Holz und Kork.

Eigentümerstruktur landwirtschaftlicher Betriebe

Die Mehrheit der Betriebe (über 90 %) gehört einem einzelnen Eigentümer, was darauf hindeutet, dass Familienbetriebe weiterhin weit verbreitet sind. Allerdings nehmen Beteiligungen von Gesellschaften und Unternehmen zu.

Insgesamt bewirtschaften Familienbetriebe zwei Drittel der landwirtschaftlichen Fläche, während Gesellschaften und andere Rechtsformen das verbleibende Drittel nutzen.

Wirtschaftliche Bedeutung der Tierhaltung

Die Tierhaltung trägt mehr als ein Drittel zum wirtschaftlichen Wert der landwirtschaftlichen Endproduktion bei. Die Rinderbestände haben sich in den letzten Jahren stabilisiert.

Das vorherrschende Modell in der industriellen Tierhaltung ist die Stallhaltung, gekennzeichnet durch die Automatisierung der Wachstumsprozesse und hohe Tierkonzentrationen.

Merkmale der Viehzucht nach Tierart

  • Schwein: Ein wichtiges Grundnahrungsmittel und ein Produkt mit hohem Industrialisierungsgrad, insbesondere durch Schlachthöfe und die fleischverarbeitende Industrie.
  • Rind (Kalbfleisch/Milch): Wird sowohl zur Fleisch- als auch zur Milcherzeugung gehalten.
  • Geflügel (Avicola/Huhn): Hat dank der Industrialisierung eine große Entwicklung erfahren.
  • Schafe und Rinder (Traditionell): Die traditionelle Haltung, insbesondere in den trockenen Regionen des Landesinneren, stagniert oder zeigt eine rückläufige Tendenz.

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