Problemdefinition im Design: Beispiel Lampe & Teilprobleme

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Problemdefinition und Vorgehen im Design

Das Problem löst sich nicht von selbst; vielmehr müssen alle Elemente zur Lösung bekannt sein und im Projekt eingesetzt werden. Deshalb ist die Definition des Problems als Ganzes erforderlich. Sie dient auch dazu, die Grenzen zu verschieben bzw. zu definieren, innerhalb derer die Designer arbeiten sollten. Angenommen, das Problem ist die Gestaltung einer Lampe — sei es eine Tischleuchte oder ein Entwurf für Wohn- oder Schlafzimmer. Entscheidend ist, ob Tageslicht simuliert werden soll, Glühlampen, Leuchtstoffröhren oder andere Lichtquellen verwendet werden.

Elemente des Problems

Beim Design ist es sinnvoll, Teilprobleme zu identifizieren — kleine Probleme, die insbesondere im Hintergrund liegen. Nachdem diese Teilprobleme einzeln gelöst sind, werden die Merkmale in konsistenter Weise zu einer funktionsfähigen Gesamtlösung komponiert. Die allgemeine Aufgabe besteht darin, die kreativen Lösungen der Teilprobleme zu koordinieren. Nehmen wir erneut an, es geht um eine Tageslichtlampe für den normalen Raum.

Die Teilprobleme sind:

  • Welche Art von Licht sollte verwendet werden (z. B. Tageslicht, Glühlampe, Leuchtstoffröhre, LED)?
  • Mit welchem Material wird die Lampe gebaut (inkl. Technologien wie Q-Con technology)?
  • Wo wird der Schalter positioniert?
  • Wie wird die Lampe transportiert und wie ist die Verpackung gestaltet?
  • Wie werden die Einkaufsmöglichkeiten organisiert bzw. wie wird der Vertrieb gestaltet?
  • Welche Form wird die Lampe haben?
  • Wie viel sollte sie kosten?

Datenerhebung

Für das Projekt, z. B. die Entwicklung einer Lampe, muss der Designer zunächst Kataloge und alle relevanten Informationen sammeln, die auftreten können. Je besser die Dokumentation vor einer möglichen Lösung ist, desto aussagekräftiger die Entscheidungsgrundlage. Am Ende findet man naturgemäß viele Beispiele; durch das Ausschließen von Duplikaten und Typen, die niemals wettbewerbsfähig sein werden, erhält man eine gute Datensammlung.

Datenanalyse

Für jedes Element des Problems stehen nun mehr Daten zur Verfügung, um gezielter Recherchen durchzuführen: Wie viele Arten von Glühbirnen sind derzeit auf dem Markt? Welche Typen und Widerstände gibt es? Wie viele Arten von Schaltern existieren? Die Analyse aller gesammelten Daten kann Hinweise geben, was im Projekt nicht zu tun ist, und das Design sowie Technologien, Materialien und Kosten lenken.

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