Produktionsfaktoren, Märkte und Einkommen: Lohn, Miete, Zins
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Grundlagen der Produktionsfaktoren und Märkte
Historische Entwicklung der Arbeitsbeziehungen
Die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird grundsätzlich auf der Grundlage des freien Willens der Parteien geschlossen. Historisch gesehen waren Arbeiter, die ihre Arbeit zum Leben benötigten, oft gezwungen, unmenschliche Bedingungen zu akzeptieren, was zu einer hohen Sterblichkeitsrate unter den Arbeitern führte.
Das Aufkommen von Gewerkschaften (Sindicants) forderte bessere soziale und wirtschaftliche Bedingungen. Im neunzehnten Jahrhundert waren Gewerkschaften jedoch oft verboten.
Definition und Komponenten des Einkommens
Einkommen (Income) ist notwendig, um Waren und Dienstleistungen erfolgreich zu vermarkten, Produktionsfaktoren zu ergänzen und den Austausch von Ressourcen zu ermöglichen.
Definition: Einkommen ist der Wert oder Preis einer produktiven Ressource innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Das Einkommen hängt von den produktiven Faktoren ab, die in der Regel wie folgt vergütet werden:
- Lohn: Vergütung für Arbeit
- Miete/Rente: Vergütung für natürliche Ressourcen
- Zins: Vergütung für Kapital
Vergütung der Produktionsfaktoren
A. Der Markt für natürliche Ressourcen (Miete/Rente)
Kurzfristig wird die Menge der verfügbaren natürlichen Ressourcen in einem Land oder einer Volkswirtschaft als konstant angesehen. Dementsprechend bleibt auch die daraus resultierende Produktion kurzfristig konstant.
Die Vergütung, die die Eigentümer natürlicher Ressourcen für deren Bereitstellung erhalten, wird als Miete (oder Rente, z. B. Landmiete oder Nießbrauch) bezeichnet.
B. Der Kapitalmarkt (Zinsen)
Zinsen sind die Vergütung für bereitgestelltes Kapital, oft in Form eines Darlehens oder Bargelds, das aktuell zur Verfügung gestellt wird.
Definition: Der Zins ist der Wert der Dienstleistungen des Kapitals, genauer gesagt, der Preis des Geldes.
Merkmale des Kapitalmarktes
1. Nachfrage (Kreditnehmer): Wirtschaftssubjekte, die Kapital benötigen, um Konsumbedürfnisse oder Investitionen zu befriedigen:
- Familien (Konsum)
- Unternehmen (Investitionen)
- Verwaltung (Öffentliche Ausgaben)
Die Nachfragekurve für Kapital sinkt: Wenn der Zinssatz steigt, verringert sich die nachgefragte Menge.
2. Angebot (Kreditgeber): Wirtschaftssubjekte, die Kapital zur Verfügung stellen:
- Familien (Ersparnisse)
- Unternehmen (Nicht ausgeschüttete Gewinne)
- Verwaltung (Überschüsse)
Das Angebot steigt: Je höher der Zinssatz, desto eher sind die Wirtschaftssubjekte bereit, finanzielle Mittel (Kapital) zur Verfügung zu stellen.
Der Gleichgewichtspreis (Zinssatz, Pe) und die Gleichgewichtsmenge (Kapitalmenge, Qe): Diese werden durch das freie Spiel von Angebot und Nachfrage generiert. In der Praxis unterliegt der Kapitalmarkt jedoch oft Beschränkungen, beispielsweise durch private Banken.
C. Der Arbeitsmarkt (Löhne)
Löhne sind die Arbeitsvergütung, die von einer anderen Person (dem Arbeitgeber) gezahlt wird.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften hängt von folgenden Faktoren ab:
- Die Höhe der Löhne
- Der Preis der produzierten Waren oder Dienstleistungen
- Die Produktivität der Arbeitnehmer
Das Angebot an Arbeitskräften (der Job) hängt von der Höhe der Löhne und den Merkmalen der Bevölkerung ab.
Gleichgewicht und Mindestlohn
Das Lohngleichgewicht (Pe) und die Gleichgewichtsmenge der Arbeit (Qe): Diese werden durch das freie Spiel von Angebot und Nachfrage generiert.
In Spanien gibt es den Interprofessionellen Mindestlohn (SMI), der jährlich aktualisiert wird. Der SMI ist der Mindestlohn, der jedem Arbeitnehmer in Spanien, unabhängig vom Beruf, gezahlt werden muss.