Der Produktionsprozess von Nachrichtensendungen: Von der Aufnahme zur Postproduktion

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Der Produktionsprozess von Nachrichtensendungen

Informationssammlung und Aufnahme

Die technische Auswahl und Aufbereitung der Informationen für jede Nachrichtengeschichte ist der erste Schritt. Die Fakten werden mit Mikrofonen und Kameras erfasst, aufgezeichnet und entweder live oder zeitversetzt ausgestrahlt.

Aufnahme und Bearbeitung

  • Bandaufzeichnung: Wenn das Material auf Band mit einem Videorecorder (VCR) aufgezeichnet wird, durchläuft es anschließend den Prozess der Bearbeitung, Verarbeitung und Postproduktion.
  • Camcorder (Kamera): Wenn der Recorder in die Kamera integriert ist, spricht man von einem Camcorder. Diese tragbaren Geräte ermöglichen eine hohe Agilität der Bewegungen.

Die Produktion hat den Sprung vom analogen zum digitalen Format vollzogen. Die Digitaltechnik eliminiert Rauschen, fördert höchste Qualität und verhindert die Signaldegeneration, die bei VCRs auftritt. Der Schnitt ist ein wichtiger Verbündeter für die expressive Gestaltung der Information.

Organisation und Technik

Nachrichtendienste verfügen über ein eigenes Produktionssystem, das von anderen Programmen getrennt ist. Dieses umfasst:

  • Studios und Schnittkabinen.
  • Mobile Einheiten.
  • Kameras auf Stativen.

Es besteht die Tendenz, die technische Qualität zu verbessern: Digitale Aufnahme und Ton, Austausch von Röhrenkameras gegen CCD-Festkörpersensoren und der Übergang zum 16:9-Format. Die Informatisierung (IT-Einsatz) ist entscheidend für die Erstellung, Dokumentation, Montage und Bildgebung am Computer.

Die Redaktionssitzung

Das Team des Nachrichtenprogramms entscheidet, welche Nachrichten gesendet werden sollen: Aktuelle Ereignisse, geplante Termine oder Informationen, die während der Vorbereitung des Programms eingehen. Es wird ein vorläufiger Sendeplan (Agenda) erstellt, der offen bleibt, falls noch interessante Nachrichten eintreffen. Die Reporter werden den Geschichten zugeordnet und die Beiträge werden in das Skript eingefügt. Am Ende wird ein endgültiges Sendeskript erstellt.

Produktion im Studio

Nachrichtensendungen bestehen teilweise aus Außenaufnahmen und teilweise aus Studioaufnahmen. Im Studio werden die Präsentation organisiert, Interviews aufgezeichnet und Teile des Programms (wie z. B. der Wetterbericht) produziert.

Die Regie (Kontrollraum)

Die Regie ist das Zentrum, in dem die Inszenierung der bereitgestellten Informationen gesteuert wird. Sie besteht aus den folgenden Kontrollbereichen:

  • Tonkontrolle (Sound): Überwacht die Qualität der verschiedenen Tonquellen: Studio-Mikrofone, Sprecherkabinen und eingespielte Musik.
  • Bildkontrolle (Image Control): Kontrolliert die Qualität der Bildquellen aus dem Studio, von externen Quellen (Videorecorder, Telecine) sowie die Qualität der Beleuchtung.
  • Sendeleitung (Fulfillment Control): Leitet und koordiniert die Arbeit der gesamten Crew vor der Sendung. Bei Live-Programmen steuert die Sendeleitung die Auswahl, Anordnung und Montage der Live-Bilder und des Tons.

Die Regie ist mit Mischpulten für alle Arten von visuellen Quelleneingängen ausgestattet. Diese Studios werden durch IT-Systeme und Server mit spezieller Software ergänzt. Sie verfügen über Displays mit Chroma-Key, Computer und Videowalls.

Außenproduktion und Mobile Einheiten

Bei Außenproduktionen wird tendenziell leichtes Equipment eingesetzt, um Geschwindigkeit und Mobilität am Drehort zu gewährleisten und das Personal zu reduzieren (außer bei sehr komplexen Veranstaltungen). Der Journalist muss die Bilder der Kamera mit den verfügbaren technischen Ressourcen in Einklang bringen.

Formate der Außenproduktion

ENG (Electronic News Gathering)

Verwendung von Camcordern mit einer Betriebszeit von mehr als zwei Stunden. Die Regie führt der Reporter oder in manchen Fällen eine Fachkraft. ENG ist sehr nützlich für aktuelle Nachrichten, Interviews und kleine Reportagen.

EFP (Electronic Field Production) – Leichte Mobile Einheit

Eine leichte mobile Einheit mit drei autonomen Kameras, Videorecordern, Schnittpult, Tontechnik und anderen technischen Ressourcen. Sie dient der Produktion von Nachrichten und zugehörigen Programmen ohne große Komplexität. Die Einheit kann den Schnitt selbst durchführen. Diese Einheiten sind in Lieferwagen installiert und verfügen über Mikrowellen-Reichweite, um Signale an das Produktionszentrum zu senden, oder nutzen Satellitenkanäle.

Große Mobile Einheiten (Ü-Wagen)

Diese Einheiten verfügen über fünf oder mehr Kameras und werden für die Erfassung komplexer Ereignisse und Live-Übertragungen eingesetzt.

Signalübertragung

Richtfunkeinheiten senden das Signal direkt an eine Station und das nächste Glied in der Kette der Fernsehsender. Das Signal kann verschlüsselt werden, um Hacking zu verhindern. Mobile Verbindungen können auch in Hubschraubern oder auf Motorrädern installiert sein. Die Verbreitung digitaler Satellitenkanäle erleichtert die Übertragung von Nachrichten.

Postproduktion und Schnitt

Elektronischer Schnitt und Anlagen

Der elektronische Schnitt (Editing) ermöglicht dem Cutter eine schnelle und präzise Integration der Informationen. Die Schnittplätze sind mit elektronischen Montage- und Bearbeitungssystemen verbunden.

Man unterscheidet:

  • Offline-Schnitt: Markierungen können über Timecodes gesetzt werden.
  • Online-Schnitt: Mit professionellen Geräten und einem nahezu automatisierten Verfahren, basierend auf den Entscheidungen des Offline-Schnitts.

In dieser Phase können auch andere Post-Behandlungen wie Titel und Effekte hinzugefügt werden. Die Herausforderung besteht darin, technische Ressourcen für ausdrucksstarke Echtzeit-Informationen bereitzustellen, die der Computer verarbeiten kann.

Digitale Effekte und Bildbearbeitung

Die Digitalisierung hat die Erstellung von Schlagzeilen, Animationen, virtueller Realität und Grafiken begünstigt. Digitale Bandmaschinen können jeden Aspekt des Bildes bearbeiten, um die Berichterstattung zu verbessern oder zu verfälschen. Die Erstellung von Kopien führt zu geringem Qualitätsverlust, da immer mit dem Original gearbeitet wird.

Computer generieren realistischere Bilder, Symbole, Grafiken, Diagramme und Spezialeffekte. Digitale Recorder verfügen über mehrere digitale Audiospuren, die die Bearbeitung von Umgebungsgeräuschen, Sprachausgabe und Musik diversifizieren können, um die informative Qualität zu verbessern.

Es werden Dual-Channel-Systeme (Originalversion und Übersetzung) und Multi-Channel-Systeme für verschiedene Sprachversionen angeboten. All dies ist mit Stereo- und Quadrophonie-Systemen verbunden.

Der Übergang ist durch Hybridsysteme gekennzeichnet, die die Funktionen kompakter Recorder und Festplatten integrieren. Die Digitaltechnik ermöglicht die Aufnahme von jeder Art von Kamera, die dann gescannt, digitalisiert und mit Bildern und Spezialeffekten behandelt werden kann. Die Ausgabe kann auf beliebige Medien wie CD oder Festplatte erfolgen.

Virtuelle Realität, Computergrafik und ethische Fragen

Die Einbindung virtueller Szenarien, die mit vorregistrierter Bildverarbeitung und Computer generiert werden, wirft neue Fragen über die Reichweite und Grenzen der Informationsverarbeitung auf. Dies betrifft die Manipulation von Informationen.

Einige Fernsehsender haben virtuelle Räume in reale Ereignisse integriert, um diese zu dramatisieren. Dies führt zu einer Kollision zwischen dem Virtuellen und dem Realen.

Der Fernsehkonsum hat realistische Animationen in seine Erzählungen aufgenommen, um bestimmte Bewegungen und Handlungen darzustellen. Computergrafiken sorgen für mehr Realismus und Bewegung. Es ist gelungen, den Effekt des Realismus in Bewegung zu erzeugen.

Die Vermischung der Welten von Fiktion und Realität hat neue Genres wie Dokudrama und Reality-Shows sowie neue Ausdrucksformen für die Simulation von Ereignissen hervorgebracht, die mutmaßlich aufgetreten sind, aber keine Tatsachen darstellen.

Der Integrationsprozess der Emissionen

(Dieser Abschnitt ist erforderlich, aber der Inhalt fehlt in der aktuellen Dokumentation.)

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