Proteine: Struktur, Funktion und Quellen
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Grundlegende Funktionen von Proteinen
- Fettsäure-Synthase: Katalysiert die Synthese von Fettsäuren.
- Reserveprotein: Eieralbumin (Ovalbumin).
- Transportprotein: Hämoglobin transportiert Sauerstoff (O₂) im Blut.
- Hormon: Insulin reguliert den Glukosespiegel.
Wichtige Proteinquellen
- Getreide (Reis, Hafer, Mais, Weizen, etc.)
- Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Soja, Erbsen, etc.)
- Molkereiprodukte (Milch, Käse, Joghurt, etc.)
- Nüsse und Samen (Sesam, Mandeln, Erdnüsse, etc.)
- Fleisch
Vorteile pflanzlicher Proteine gegenüber tierischen Proteinen
- Sie führen zu einer geringeren Versauerung des Blutes, da sie von mehr Mineralien begleitet werden.
- Sie enthalten weniger Purine und können besser ausgeschieden werden.
- Sie enthalten weniger Fett (ungesättigte Fettsäuren) und kein Cholesterin.
- Sie enthalten Ballaststoffe.
- Sie belasten Leber und Nieren weniger.
- Sie sind leicht verdaulich.
- Sie sind ideal für kalorienarme Ernährungsweisen.
- Sie sind günstiger für unsere Wirtschaft und den Planeten.
Klassifikation der Proteine
Einfache Proteine (Holoproteine)
Globuläre Proteine
- Prolamine: Zein (Mais), Gliadin (Weizen), Hordein (Gerste).
- Glutenine: Glutenin (Weizen), Oryzanin (Reis).
- Albumine: Serumalbumin (Blut), Ovalbumin (Ei), Milchalbumin (Milch).
- Hormone: Insulin, Wachstumshormon, Prolaktin, Thyreotropin.
- Enzyme: Hydrolasen, Oxidasen, Ligasen, Lyasen, Transferasen.
Faserproteine (Fibrilläre Proteine)
- Kollagen: Im Bindegewebe und Knorpel.
- Keratine: In epidermalen Formationen (Haare, Nägel, Federn, Hörner).
- Elastin: In Sehnen und Blutgefäßen.
- Fibroin: In Seidenfäden (Spinnen, Insekten).
Heteroproteine (Konjugierte Proteine)
Heteroproteine bestehen aus einem Proteinanteil und einer prosthetischen Gruppe (Nicht-Protein-Komponente).
Wichtige Klassen von Heteroproteinen
- Glykoproteine (Monosaccharide)
- Beispiele: Ribonuklease, Muzin (Schleimprotein), Antikörper, Luteinisierendes Hormon.
- Lipoproteine (Lipide)
- Funktion: Proteine hoher, niedriger und sehr geringer Dichte, die Blutfette transportieren.
- Nukleoproteine (Nukleinsäuren)
- Beispiele: Chromatin, Nukleosomen, Ribosomen.
- Metalloproteine (Metalle)
- Funktion: Hämoglobin, Hämocyanin, Myoglobin (transportieren Sauerstoff); Cytochrome (transportieren Elektronen).
- Phosphoproteine (Phosphatgruppen)
- (Keine spezifischen Beispiele genannt.)
Essentielle Aminosäuren und ihre Funktionen
- Isoleucin: Beteiligt an der Bildung und Reparatur von Muskelgewebe (zusammen mit Leucin und Wachstumshormon).
- Leucin: Beteiligt an der Bildung und Reparatur von Muskelgewebe (zusammen mit Isoleucin und Wachstumshormon, HGH).
- Lysin: Wichtig für Wachstum, Gewebereparatur, Immunsystem (Antikörper) und Hormonsynthese.
- Methionin: Hilft bei der Proteinsynthese und ist ein wichtiger limitierender Faktor in der Proteinernährung.
- Phenylalanin: Beteiligt an der Herstellung von Kollagen (Haut, Bindegewebe) und der Bildung verschiedener Neurohormone.
- Threonin: Unterstützt die Leber bei Entgiftungsfunktionen (zusammen mit Methionin und L-Asparaginsäure).
- Tryptophan: Beteiligt an Wachstum und Hormonproduktion (insbesondere Nebennierensekretion) sowie an der Synthese von Serotonin (Neurohormon für Entspannung und Schlaf).
- Valin: Fördert Wachstum und Gewebereparatur, die Aufrechterhaltung verschiedener Systeme und die Stickstoffbilanz.
Eigenschaften von Proteinen
- Löslichkeit
- Proteine liegen als starke und schwache Verbindungen vor. Bei Erhöhung der Temperatur und Änderung des pH-Werts geht die Löslichkeit verloren (Denaturierung).
- Spezifität
- Jedes Protein hat eine spezifische Funktion, die durch seine primäre Struktur bestimmt wird.
- Elektrische Ladung (Elektrophoretische Kapazität)
- Bestimmt durch Elektrolyse: Wenn Proteine zum Pluspol wandern, sind sie negativ geladen (und umgekehrt).