Psychische Gesundheit: Konzepte, Modelle und Merkmale der Normalität bei Jugendlichen
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Psychologisches Wohlbefinden und psychische Gesundheit
Definition und Konzepte der psychischen Gesundheit
- Psychologisches Wohlbefinden.
- Psychische Gesundheit: Kann durch biologische oder psychologische Faktoren bestimmt werden.
- Klassisches Konzept der psychischen Gesundheit: Die Ursache der Störung liegt im Individuum selbst.
- Modernes Konzept der psychischen Gesundheit: Biopsychosoziales Konzept, das auf einer ganzheitlichen Betrachtung des Individuums basiert. Es berücksichtigt Probleme, die auf das soziale Umfeld zurückzuführen sind.
- Ganzheitlicher Ansatz: Alle Faktoren, die das Individuum beeinflussen und sein Verhalten bestimmen, werden berücksichtigt.
Definition der psychischen Gesundheit nach dem M. Gesundheit (1993)
Psychische Gesundheit wurde früher als die Abwesenheit psychischer Erkrankungen definiert. Heute umfasst sie ein breiteres Konzept, das die Aktualisierung des eigenen Potenzials in einer Beziehung gegenseitigen Respekts mit dem sozialen und ökologischen Umfeld einschließt. Heutzutage bedeutet psychische Gesundheit:
„Die Fähigkeit der Menschen, miteinander und mit der Umwelt so zu interagieren, dass das subjektive Wohlbefinden, die Entwicklung und die optimale Nutzung des kognitiven und affektiven Potenzials im Einklang mit dem Gesetz und dem Gemeinwohl gefördert werden.“
Modelle der psychischen Gesundheit
- Im traditionellen Modell der psychischen Gesundheit lag der Fokus auf Konflikten und Defiziten.
- Im aktuellen biopsychosozialen Modell liegt der Fokus auf dem Kontext der Probleme (z. B. Familie, Schule, Gemeinde) und der Aussicht auf eine gute Lebensqualität.
Sichtweisen auf den Begriff der Normalität
Es gibt vier Sichtweisen, um den Begriff der Normalität zu definieren:
1. Evaluative Sichtweise
Es wird von der Erfüllung eines Ideals ausgegangen. Die Person, die diesem Ideal am nächsten kommt, gilt als normal. Dies kann auf jedes System unserer Gesellschaft angewendet werden und wird durch Vorschriften bestimmt.
2. Statistische Sichtweise
Alles, was dem Durchschnitt entspricht, ist normal (das Gegenteil ist abnormal), da der wichtigste Trend berücksichtigt wird.
3. Medizinische oder homöostatische Sichtweise
- Abweichendes Verhalten schränkt die Möglichkeiten des Individuums sowie die Chancen der Menschen um ihn herum ein. Dies gilt nur für Einzelfälle.
- Homöostase: Ein ausgeglichener Organismus funktioniert gut.
4. Kulturelle Sichtweise
Die Gesellschaft entscheidet, was normal ist, basierend auf der in dieser Gesellschaft praktizierten Kultur.
Merkmale der normalen jugendlichen Entwicklung
Buch „Normale Jugend“ von Knobel und Aberasturi
Laut Knobel und Aberasturi gilt ein Teenager als normal, wenn er folgende Merkmale aufweist:
- Suche nach sich selbst und der eigenen Identität: Der Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter.
- Gruppentrend: Der Teenager sucht eine Gruppe, von der er abhängig ist und deren Ansichten er übernimmt.
- Religiöse Krise.
- Notwendigkeit zu intellektualisieren und Fantasien zu entwickeln. Der Jugendliche beginnt, grundlegende Lebensfragen zu stellen.
- Soziale Haltung verteidigen (vindizieren).
- Sexuelle Entwicklung: Vom Autoerotismus hin zur Heterosexualität.
Herausfordernde Situationen für Jugendliche
Jugendliche sind sehr anfällig für verschiedene Situationen:
- Alkoholismus
- Drogenkonsum
- Kriminalität (Crime)
- Probleme in Freundschaften
- Schwangerschaft
- Magersucht (Anorexie)
- Bulimie
- Depression
- Sexueller Missbrauch
Teens werden ermutigt, einen Lebensplan zu entwickeln.