Psychologie des Alterns: Definitionen und Konzepte

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Psychologie und Altern: Grundlagen

Definition und Etymologie

Der Begriff „alt“ leitet sich etymologisch von der Bedeutung „genug Zeit haben“ ab. Während Gerontologie die Wissenschaft vom Altern ist, bezeichnet der Begriff Elder eine respektable, ältere Person.

Salgado (1999) definiert Seneszenz als einen normalen und lebenswichtigen Vorgang, der durch den fortschreitenden Verlust biologischer Funktionen gekennzeichnet ist. Kaplan und Sadock (2000) verwenden die Begriffe „Reife“ und „Alter“ synonym für den Seneszenzprozess.

Konzepte des Alterns

Eine Person kann in verschiedenen Altersgruppen gleichzeitig existieren:

  • Chronologisches Alter: Basierend auf dem Geburtsdatum.
  • Biologisches Alter: Der Zustand des Körpers.
  • Persönliches Alter: Das subjektive Empfinden der eigenen Reife.

Gonzalo Ramirez (2002) betont: „Es gibt Menschen, die chronologisch 60 Jahre alt sind, biologisch 30, geistig 50 und kulturell sowie sozial 80 Jahre.“

Phasen des Alterns

Das chronologische Altern lässt sich in vier Stufen unterteilen:

  • Mittleres Alter: 49–59 Jahre
  • Senioren: 60–74 Jahre
  • Alte Menschen: 75+ Jahre
  • Hochaltrige: 90 Jahre oder mehr

Beginn des Alternsprozesses

  • Medieszenz Phase I: 30–49 Jahre.
  • Prä-Seneszenz (Middle Aged): 40–59/65 Jahre.
  • Medieszenz Phase II (Späte Reife): 50–75/80 Jahre.
  • Seneszenz: Ab 65 Jahren.

Lebensqualität und Gesundheit

Die WHO (1991) definiert Lebensqualität im Alter als die Erhaltung der Gesundheit in allen Aspekten: physisch, sozial, psychologisch und spirituell.

Depression im Alter

Die Ursachen für Depressionen bei Senioren sind vielfältig und umfassen körperliche, psychische und soziale Faktoren.

Soziale Integration

Die Pflege sozialer Kontakte, Hobbys und Interessen ist entscheidend, um den Geist aktiv und gesund zu halten.

Glossar der Altersfragen

  • Selbstwertgefühl: Vertrauen in die eigene Denkweise und die Fähigkeit, Probleme zu lösen.
  • Autonomie: Die Fähigkeit, eigene Entscheidungen vernunftbasiert zu treffen.
  • Demenz: Erkrankung mit multiplen kognitiven Defiziten.
  • Depression: Gekennzeichnet durch Traurigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsmangel und Wertlosigkeitsgefühle.
  • Stress: Physiologische Anpassungsreaktion auf neue Situationen.
  • Ethik: Lehre vom moralisch Guten für das Individuum und die Gesellschaft.
  • Geriatrie: Medizinische Spezialisierung auf die Gesundheit und Pathologie älterer Menschen.
  • Gerontologie: Wissenschaft vom Alterungsprozess und dessen Phänomenen.
  • Senilität: Pathologischer Alterungsprozess mit Funktionsrückgang der Körpersysteme.
  • Seneszenz: Biologischer Alterungsprozess auf Zellebene.

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