Psychologie: Motivation, Verhalten und das Nervensystem
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Grundlagen des motivierten Verhaltens
Motiviertes Verhalten ist auf Ziele gerichtet, zielstrebig und ein wesentlicher Bestandteil jedes menschlichen oder tierischen Verhaltens. Es ist kaum vorstellbar, dass menschliches Verhalten nicht motiviert ist.
Merkmale von motiviertem Verhalten
Motivation ist ein weit gefasster Begriff in der Psychologie. Er wird verwendet, um Zustände oder Bedingungen zu verstehen, die den Körper aktivieren und zu zielgerichteten Verhaltensweisen führen.
Diese Unterschiede legen nahe, dass sich die Beweggründe in verschiedenen Dimensionen unterscheiden können:
- Interne oder externe Faktoren
- Angeborene oder gelernte Aspekte
- Mechanistische oder kognitive Ansätze
- Bewusste oder unbewusste Prozesse
Erlerntes und angeborenes Verhalten
Erlerntes Verhalten: Lernen ist die Änderung von stereotypem Verhalten oder der Erwerb neuer Verhaltensweisen.
Angeborenes Verhalten: Dies ist ein Verhalten, das der Körper in einem bestimmten Ablauf ausführt, ohne dass ein Lernprozess dazwischenliegt.
Hauptarten von Verhaltensweisen
Es gibt drei Haupttypen des Verhaltens: aggressiv, passiv und durchsetzungsfähig (assertiv). Der Fokus einer Person sollte auf einem assertiven Verhalten liegen.
Neuronen: Die Bausteine des Nervensystems
Neuronen sind spezialisierte Zellen des Nervensystems, die komplexe Aufgaben wahrnehmen. Sie sind hochspezialisiert, verlieren jedoch im Maße ihrer Spezialisierung die Fähigkeit zur Zellteilung. Sie können sich nicht selbst ernähren oder verteidigen und sind auf unterstützende Funktionen angewiesen.
Strukturelle Typen von Neuronen
- Bipolar: Diese haben zwei Fortsätze; einer fungiert als Dendrit (Eingang) und einer als Axon (Ausgang).
- Monopolar: Ein einziger Fortsatz mit doppelter Bedeutung, der sowohl als Axon als auch als Dendrit fungiert.
- Multipolare Neuronen: Dies sind die typischsten und am häufigsten vorkommenden Neuronen. Sie besitzen eine große Zahl kleiner Dendriten als Eingänge und ein Axon als Ausgang.
Funktionelle Typen von Neuronen
- Sensorische Neuronen: Sie empfangen Informationen von den Sinnesrezeptoren und leiten diese Impulse an das zentrale Nervensystem weiter.
- Motorische Neuronen (Effektorzellen): Sie leiten Informationen vom zentralen Nervensystem zu den Effektoren (Muskeln), um Reaktionen auszulösen.
- Interneuronen: Diese verbinden zwei oder mehr Neuronen und befinden sich in der Regel innerhalb des zentralen Nervensystems.
Aufbau und Funktion eines Neurons
Das Neuron ist die grundlegende Einheit des Nervensystems. Es ist eine längliche Zelle, die auf die Leitung von Nervenimpulsen spezialisiert ist.
- Dendriten: Kurze Fortsätze, die im Soma (Zellkörper) entspringen. Ihre Funktion ist es, Impulse von anderen Neuronen zu empfangen.
- Axon: Eine einzelne lange Verlängerung, die bis zu einem Meter messen kann. Es leitet den Impuls vom Soma weg zu einem anderen Ort.
Das Reiz-Reaktions-Modell
- Empfänger (Rezeptor): Struktur zur Erfassung von Umweltreizen und deren Umwandlung in Nervenimpulse.
- Sensorische oder afferente Bahn: Dieser Weg leitet die Nervenimpulse vom Rezeptor zum Verarbeitungszentrum.
- Zentraler Prozessor: Struktur, die für die Entwicklung einer angemessenen Reaktion verantwortlich ist (z. B. Rückenmark oder Gehirnzentren).
- Efferente oder motorische Bahn: Dieser Weg leitet den Nervenimpuls zum Effektor.
- Effektor: Struktur zur Umsetzung der Reaktion auf den Reiz (meist Muskeln oder Drüsen).
Anatomie des Nervensystems
Das Kleinhirn liegt im hinteren Teil der Schädelhöhle. Die Medulla (verlängertes Mark) ist eine Ausbuchtung des Rückenmarks, die dieses mit dem Gehirn verbindet. Das Rückenmark ist eine zylindrische Verlängerung des Gehirns mit etwa 1 cm Durchmesser. Das periphere Nervensystem bildet den zweiten Teil des Nervensystems.
Die zwölf Hirnnerven
Die Hirnnerven entspringen direkt dem Gehirn. Es gibt zwölf Paare, unterteilt in:
- Sensorisch: Olfaktorisch (Riechnerv), Optisch (Sehnerv), Akustisch (Hörnerv).
- Motorisch: Okulomotorisch, Trochlearis, Abducens, Accessorius, Hypoglossus.
- Gemischt: Trigeminus, Facialis, Glossopharyngeus, Vagus.
Endokrines System und Behaviorismus
Das endokrine System ist für die innere Sekretion des Körpers verantwortlich. Drüsen produzieren chemische Stoffe, die als Hormone bekannt sind.
Der Behaviorismus entwickelte sich im frühen 20. Jahrhundert und etablierte die Untersuchung des Verhaltens als Grundlage der Psychologie.
Verhalten und Motivation: Bestimmte Situationen oder Umstände (wie Durst oder Appetit) beeinflussen die Motivationszustände eines Individuums.