Psychopathologie: Entwicklung, Kriterien und Stimmungsstörungen
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Historische Entwicklung der Psychopathologie
Im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert entwickelte der deutsche Psychiater E. Kraepelin das Konzept der psychischen Erkrankungen und eine umfassende Klassifikation. Er argumentierte, dass psychische Störungen körperlichen Störungen ähnelten und es notwendig sei, eine spezifische organische Ursache für jede Erkrankung zu finden.
Diese begriffliche Dichotomie zeigt sich bei der Beurteilung 'pathologischer Erscheinungen'. Sie spiegelt sich in der Biologischen Psychiatrie (Medikamente) einerseits und den psychodynamischen, kognitiv-behavioralen sowie systemischen Theorien andererseits wider.
Die Psychischen Störungen
Psychische Störungen haben die Menschheit seit jeher beschäftigt. Es gab schon immer eine allgemeine Besorgnis über Erkrankungen, die das Verhalten oder den Gemütszustand beeinflussen.
JD Page definiert Psychopathologie als die Untersuchung unerwünschter, unorganisierter und schlecht angepasster Verhaltensweisen.
Kriterien der Abnormität
- Statistische Kriterien: Jedes Verhalten, Gefühl oder jeder Gedanke, der signifikant von der statistischen Norm abweicht, wird als abnormal betrachtet.
- Biologische Kriterien: Trotz der unbestreitbaren Bedeutung biologischer Prozesse für menschliches Verhalten und Emotionen ist dieses Kriterium allein oft unzureichend.
- Soziale Kriterien: Transkulturelle Studien zeigen, dass das, was in einer Kultur als normal gilt, in einer anderen als abnormal angesehen werden kann.
- Subjektive und persönliche Kriterien: Jeder Einzelne muss seinen eigenen Zustand oder seine Unfähigkeit, sein Leben zu gestalten, selbst beurteilen können.
Zu den wichtigen Verhaltensweisen für die psychische Gesundheit einer Person gehören:
- Eine angemessene und nicht verzerrte Wahrnehmung der Realität.
- Die Entwicklung emotionaler Intelligenz.
- Die Erfüllung der Anforderungen des Lebens und die Anpassung an die Umwelt.
- Die Kontrolle über persönliche Gewohnheiten und Lebensstile, die die Gesundheit beeinflussen.
- Angemessene zwischenmenschliche Beziehungen (z.B. Solidarität und gegenseitige Hilfe sind sehr gesund).
Stimmungsstörungen: Depression
Depression ist eine Erkrankung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie die täglichen Aktivitäten des Einzelnen ernsthaft beeinträchtigt. Sie kann plötzlich nach belastenden Situationen auftreten oder sich im Laufe der Zeit entwickeln.