Public Health Services: Aufgaben, EU-Politik und soziale Inklusion

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1. Public Health Services

Public Health Services richten sich an die breite Bevölkerung sowie an spezifische Gruppen. Ihre Funktion umfasst die Planung, Prävention, Kontrolle und Gesundheitsförderung der Öffentlichkeit. Diese Dienste sind für die Gesellschaft oft unbemerkt wichtig und werden meist nur in Krisenzeiten (wie bei BSE oder Vogelgrippe) wahrgenommen.

Maßnahmen der Public Health Services

Zu den von den Public Health Services entwickelten Maßnahmen zählen im Großen und Ganzen:

  • Gesundheitsschutz (Festlegung von Modalitäten für gesundheitsrelevante Aktivitäten)
  • Gesundheitsförderung und Prävention von Krankheiten
  • Epidemiologische Überwachung
  • Informationsbereitstellung und Ressourcenplanung
  • Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen
  • Gesundheitsforschung

Öffentliche Gesundheit und EU-Politik

Der Begriff der öffentlichen Gesundheit und deren Entwicklung sind wesentliche Bestandteile der politischen Agenda der Staaten und ihrer Handelsbeziehungen. Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union beeinflusst die staatlichen Maßnahmen erheblich und hat eine wachsende Auswirkung auf die Politik der Mitgliedstaaten.

Sozialpolitik der Europäischen Union

Die Europäische Union konzipiert Programme, die von den verschiedenen Verwaltungen (in Spanien in Zusammenarbeit mit den autonomen Regionen) entwickelt werden. Verschiedene zusammengefasste Maßnahmen sind:

  • Vorbereitung, Begleitung und Evaluierung des Nationalen Aktionsplans für soziale Eingliederung (gemäß der Europäischen Strategie)
  • Zusammenarbeit mit den Autonomen Gemeinschaften (CC.AA) und lokalen Behörden zur Förderung primärer sozialer Dienste
  • Förderung öffentlicher Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Roma
  • Management des Informationssystems für Nutzer sozialer Dienste
  • Studien und Ausbildung von Fachkräften in sozialen Betreuungseinrichtungen

Europäischer Prozess im Bereich Sozialschutz und soziale Eingliederung

Nach dem ersten europäischen Sozialmodell ist das Ziel, einen Beitrag zum wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Menschen zu leisten, ohne dass diese von seinen Vorteilen ausgeschlossen werden. Die Staats- und Regierungschefs der EU (2000) initiierten den Prozess der sozialen Eingliederung, um Armut bis 2010 (im Rahmen der Lissabon-Strategie) auszurotten.

Rahmen für Strategien und Koordination

Die EU bietet einen Rahmen für die Erarbeitung nationaler Strategien und die Koordination zwischen den Mitgliedstaaten (z. B. bei Themen wie Armut und soziale Ausgrenzung). Ein wichtiger Teil dieses Prozesses ist die Beteiligung aller Sektoren der Gesellschaft (z. B. NGOs, Sozialpartner, lokale und regionale Akteure, die mit Armen oder Ausgeschlossenen arbeiten).

Seit 2006 umfasst dieser Prozess die Politikbereiche soziale Eingliederung, Renten sowie Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege.

Erneuerte Sozialagenda der EU

Die Europäische Kommission stellte 2008 die „Erneuerte Sozialagenda“ vor, um effektiv auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren. Diese Agenda zielt darauf ab, mehr Chancen für alle europäischen Bürger zu schaffen, den Zugang zu hochwertigen Dienstleistungen zu verbessern und Solidarität mit denjenigen zu zeigen, die unter den negativen Folgen des technologischen Wandels, der Globalisierung und der alternden Bevölkerung leiden.

Offene Methode der Koordinierung (OMC)

Die Mitgliedstaaten beschlossen, wirksamere Maßnahmen im Sozialschutz und in der sozialen Eingliederung zu fördern und aus den Erfahrungen zu lernen. Die Offene Methode der Koordinierung (OMC) für Schutz und soziale Eingliederung (überarbeitet im Rahmen der Lissabon-Strategie 2006) umfasst:

  • Die Einigung auf gemeinsame, hohe Ziele in einem gemeinsamen Prozess.
  • Die Vereinbarung gemeinsamer Indikatoren, um den Fortschritt bei diesen Zielen transparent zu machen.
  • Die nationale Berichterstattung, in der die Mitgliedstaaten ihre politische Planung zur Erreichung dieser Ziele darlegen.
  • Die gemeinsame Bewertung der Strategien zwischen der EU und den Mitgliedstaaten.

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