Publius Ovidius Naso: Leben und Werk des römischen Dichters

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Das Leben von Publius Ovidius Naso

Publius Ovidius Naso wurde 43 v. Chr. in Sulmona (Mittelitalien) in eine wohlhabende Familie des Ritterstandes geboren. Er studierte Rhetorik in Rom und schloss seine Ausbildung mit einer langen Reise durch die hellenische Welt ab. Nach seiner Rückkehr nach Rom widmete er sich zunächst einer juristischen Karriere, gab diese jedoch bald auf, um sich ganz der Dichtung zu widmen; er verkehrte im Kreis des Messalla Corvinus. Sein Werk ist eine Reflexion über das Leben der römischen High Society, in der er zweifellos eine herausragende Figur war.

Die literarischen Gattungen und Werke

Er widmete sich nacheinander verschiedenen poetischen Gattungen:

  • Heroides: Eine Sammlung imaginärer Briefe in elegischen Versen, geschrieben von Heldinnen an ihre abwesenden Ehemänner oder Liebhaber. Der Dichter fügte drei Antwortbriefe der männlichen Liebhaber hinzu.
  • Amores (Liebe): Versammelt die gängigsten Situationen einer Liebesbeziehung (z. B. Anfangsschwierigkeiten, Geschenke, Eifersucht ...).
  • Ars amatoria (Liebeskunst): Ein didaktisches Lehrgedicht in drei Büchern, verfasst in elegischen Distichen. In den ersten zwei Büchern wird eine technische Vorstellung von der Liebe vermittelt; Ovid erklärt, wie man eine Frau erobert. Das dritte Buch gibt Frauen Ratschläge, wie sie Männern gefallen können.
  • Medicamina faciei femineae (Schönheitsmittel): Bietet Frauen eine Liste von Rezepten für die Schönheitspflege.
  • Remedia amoris (Heilmittel gegen die Liebe): Ovid gibt Ratschläge, wie Männer sich von Frauen und der Liebe befreien können. Beispiele: Versuchen zu vergessen, Eifersucht meiden, sich fernhalten von ...
  • Fasti: Ein unvollendetes Gedicht, das die Ursprünge und religiösen Hintergründe des römischen Kalenders erklärt; es folgt der Abfolge der Monate von Januar bis Juni.

Werke aus dem Exil

  • Tristia: Gedichte, in denen der Autor sein Exil thematisiert. Er erinnert an die Ursachen, seine Fehler, die Trauer über seine Abreise aus Rom und die Schwierigkeiten der Reise nach Tomis.
  • Epistulae ex Ponto (Briefe vom Pontos): Diese richten sich an seine Freunde in Rom mit der Bitte, den Kaiser zu einer Rückkehr zu bewegen.

Das Hauptwerk: Die Metamorphosen

Metamorphosen: Ein umfangreiches Werk aus 12.000 Hexametern in 15 Büchern mit 250 griechischen und römischen Mythen und Legenden. Das verbindende Element ist die Verwandlung (Transformation) von Charakteren in Tiere, Pflanzen usw.

Es besteht aus drei Teilen:

  1. Erstens sind die Protagonisten Gottheiten.
  2. Zweitens gibt es Geschichten über Helden.
  3. Schließlich Figuren, welche die Alten als historisch betrachteten.

Das Werk folgt keinem starren Muster. Manchmal wurden kürzere epische Werke in Sammlungen zusammengefasst.

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