QR-Zerlegung, Eigenräume und Differenzengleichungen
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QR-Zerlegung
Ist A eine m × n-Matrix mit linear unabhängigen Spalten, dann kann A als A = QR zerlegt werden, wobei Q eine Matrix mit orthonormalen Spalten und R eine obere Dreiecksmatrix ist.
Beispiel: QR-Faktorisierung
Suchen Sie eine QR-Faktorisierung für die Matrix A:
A = [1, -2, 1; -1, 3, 2; 1, 1, -4]
Lösung: Durch Anwendung des Gram-Schmidt-Verfahrens auf die Spalten von A erhalten wir:
- q₁ = [1/√3, -1/√3, 1/√3]ᵀ
- q₂ = [0, 1/√2, 1/√2]ᵀ
- q₃ = [2/√6, 1/√6, -1/√6]ᵀ
Reduktion von Matrizen: Diagonalisierbare Fälle
Für die Berechnung von Aⁿ gilt: P⁻¹AP = D, woraus A = PDP⁻¹ folgt. Somit ist Aⁿ = PDⁿP⁻¹.
Generalisierte Eigenräume
Beispiel zur Bestimmung des verallgemeinerten Eigenraums einer Matrix A. Die Eigenwerte mit algebraischen Vielfachheiten sind:
- λ₁ = 1, m(λ₁) = 3
- λ₂ = -3, m(λ₂) = 1
Der verallgemeinerte Eigenraum E_g(A, λ) ergibt sich aus dem Kern der Potenzen von (λI - A).
Primärzerlegungssatz
Wir suchen eine Basis aus verallgemeinerten Eigenvektoren. Für eine Matrix A mit charakteristischem Polynom p_A(z) = (z-4)²(z+2) ergeben sich die Eigenwerte λ₁ = 4 (Vielfachheit 2) und λ₂ = -2 (Vielfachheit 1).
Differenzengleichungen
Homogene lineare Differenzengleichungen werden über das charakteristische Polynom gelöst. Die allgemeine Lösung setzt sich aus den Basislösungen zusammen, die durch die Eigenwerte und deren Vielfachheiten bestimmt werden.
Beispiel: Lösung einer Differenzengleichung
Gegeben sei x_{j+2} - 2x_{j+1} - 3x_j = 0 mit x₀ = 0, x₁ = 1.
- Charakteristisches Polynom: p(z) = z² - 2z - 3 = (z-3)(z+1).
- Wurzeln: λ₁ = 3, λ₂ = -1.
- Allgemeine Lösung: x_j = A(3^j) + B(-1)^j.
- Bestimmung der Konstanten durch Anfangsbedingungen führt zu: x_j = 1/4 * 3^j - 1/4 * (-1)^j.