Qualitative Interviews in der Sozialarbeit: Interpretation und Herausforderungen
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c) Übermittlung der Hoffnung und Funktionsweise des Services
Die Übermittlung der Hoffnung auf Lösung der Probleme zeigt, wie der Service in solchen Situationen in der Regel funktioniert und wie sich der Sozialarbeiter aufrichten kann.
Ziele: Understanding und Treatment (Vertrag)
Diese Ziele umfassen die beiden Begriffe, die im Zusammenhang qualitativer Interviews stehen: Understanding (Verständnis) und Treatment (Behandlung/Intervention).
Das Verständnis in der qualitativen Forschung
Die Essenz des Verständnisses ist, dass die qualitative Forschung inspiriert ist, das Problem durch die Interpretation dessen zu verstehen, was die betroffene Person oder Personengruppe beinhaltet.
Kritik an der Interpretation von Interviews
Stress entsteht durch kritische Stimmen, dass viele Sozialarbeiter beschuldigen, Kontaktdaten-Interviews unsachgemäß zu verwenden, um Nachrichten zu interpretieren. Feministinnen und die am stärksten betroffenen Sektoren argumentieren, dass dies zur Entmachtung derjenigen führt, die Hilfe suchen. Dies geschieht unbeabsichtigt, wenn Fachleute in die Falle tappen, das Interview auf folgende Weise zu missbrauchen:
- Suggestivfragen: „Also, was Sie wirklich meinen, ist, dass ...?“
Diese Art der Interpretation, die von Fachleuten ausgeht und durch sozialpsychologische Ansätze beeinflusst wird, die das Unterbewusstsein deuten sollen, kann sich negativ auf eine hilfesuchende Person auswirken. Der Grund dafür ist, dass die professionelle Haltung des Zuhörens, die zu Beginn der Behandlung während des Interviews stehen sollte, untergraben wird. Dies kann dazu führen, dass der Klient sich „verschließt“, nur ungern in die Vertiefung und Wahrnehmung der eigenen Situation einsteigt oder sogar nicht zu einem zweiten Treffen erscheint.
Vermeidung von Reaktionen und Neuinterpretation
In derselben Richtung ist es wünschenswert, dass bei der Interaktion zwischen Praktiker und Befragtem keine Reaktionen aufgebaut werden, die aus einer Überarbeitung wertbeladener Entscheidungen über das Gesagte resultieren, was zu einer Neuinterpretation mit neuer Bedeutung oder emotionalem Ausdruck führt, die die Person lähmen kann.
Aufwiegen des Missbrauchs durch Fragetechniken
Dieser Missbrauch der Interviewsituation kann durch Fragen aufgewogen werden, die eine größere Offenheit fördern, damit die Person nach der Suche nach Hilfe über die sozialen Dienste nicht für einen zweiten Kontakt zurückkommt.
Details zur Gesprächsführung
Details wie das Wiederholen dessen, was die Befragten gesagt haben, oder das Paraphrasieren sollten vermieden werden.
Offenheit und Vermeidung von Antizipation
Daraus folgt, dass es zweckmäßiger ist, die Person, die um Hilfe bittet, offen reden zu lassen, während gleichzeitig vermieden werden sollte, dass der Interviewer durch Gesten oder Worte Zustimmung signalisiert oder antizipiert, was die Person sagen wird.
Strukturierung der Geschichte und Fragetechniken
Oft finden Menschen Möglichkeiten, die Situation durch die Umstrukturierung ihrer eigenen Geschichte an den Sozialarbeiter zu vermitteln. Daher sollte der Interviewer (TS) in der Regel dazu übergehen, offene Fragen zu stellen, während er lernt, die Interpretation von Gesten und Reaktionen, die solche Probleme verursachen, besser zu verstehen.
Einführung neuer Fragen
Wenn jedoch nicht die notwendigen Informationen aus dem Interview gewonnen werden, ist es wichtig, neue Fragen einzuführen.
Die Fünf-W-Fragen (WH-Fragen)
Im Allgemeinen empfehlen Sozialarbeiter die Verwendung der fünf Ws (auf Englisch: What, Who, Where, When, Why): Was, Wer, Wo, Wann und Warum. Wenn diese nicht aufeinander folgen, könnten sie den Befragten überwältigen oder blockieren.
Kritik an der „Warum“-Frage
Nach dem interpretativen Ansatz wurde die Verwendung von „Warum“-Fragen wiederholt kritisiert. Bei dieser Art von Fragen wird der Befragte aufgefordert, sein Problem zu straffen und die Ursache dafür zu finden, unabhängig davon, ob die Person in der Lage oder willens ist, dies zu tun. Manchmal besteht das einzige Ziel darin, dass „andere Lösungen für ihre Situation suchen“.
Situationsabhängiger Ansatz
Man kann Fragen nicht meisterhaft beherrschen; jede Situation erfordert einen anderen Ansatz. Henderson und Thomas beschrieben, wie in bestimmten Fällen der Anwendung der gemeinschaftlichen Methode Fragen verwendet werden, um Nachbarn dazu anzuregen, darüber zu sprechen, was sie denken, was sie fühlen oder sich nicht kompetent fühlen, was sie denken, dass sie keinen Einfluss haben.
Interviews mit Dolmetschern
Besondere Erwähnung verdienen Interviewsituationen, die einen Dolmetscher benötigen. In multikulturellen Gesellschaften kann die Interaktion zwischen Sozialarbeiter und Klient durch die Notwendigkeit eines professionellen Übersetzers beeinflusst werden.
Zustimmung und Auswirkungen
Grundsätzlich muss die Einführung eines Dritten von der Person, die beim Sozialamt vorspricht, genehmigt werden. Diese Tatsache hat enormen Einfluss auf die Entwicklung des Interviews.
Erstens müssen wir die Auswirkung auf die Aufrichtigkeit der Person berücksichtigen, die in diesem neuen Kontext, in dem mehr als ein Partner Einstellungen, Motive und Gefühle zu einem möglicherweise sensiblen Problem äußert, agiert. Zweitens bezieht es sich auf das Problem der Umsetzung des Forschungsinstruments (Fragen und Antworten des Interviews).