Qualitätsmanagement: Die Lehren der Pioniere

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Eduardo Deming: Die 14 Prinzipien

1. Konstanz bei der Verbesserung von Dienstleistungen

Anstatt nur kurzfristig Geld zu fokussieren, sollten Unternehmen Arbeitsplätze durch Innovation, Forschung, ständige Verbesserung und Instandhaltung sichern.

2. Verabschiedung der neuen Philosophie

Die Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung muss im gesamten Unternehmen verankert werden. Dies entspricht den Anforderungen der ISO 9000: Die kontinuierliche Leistungssteigerung der gesamten Organisation sollte ein dauerhaftes Ziel sein.

3. Verzicht auf Masseninspektion

Qualität entsteht nicht durch nachträgliche Kontrolle, sondern durch die Verbesserung des Prozesses. Unternehmen sollten nicht in die Fehlerkorrektur investieren, sondern Fehler von vornherein vermeiden.

4. Abkehr von reinen Preisverträgen

Einkaufsabteilungen sollten nicht nur den günstigsten Preis suchen, sondern langfristige Beziehungen zu Lieferanten aufbauen, um eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten.

5. Ständige Verbesserung des Produktionssystems

Verbesserung ist kein einmaliger Aufwand. Gemäß ISO 9001 muss die Organisation die Effektivität des Qualitätsmanagements durch Audits, Datenanalysen und präventive Maßnahmen stetig steigern.

6. Ausbildung am Arbeitsplatz

Laufende Weiterbildung ist essenziell. Personal muss kompetent sein, basierend auf Bildung, Fähigkeiten und Erfahrung, um die Qualitätsziele zu erreichen.

7. Einführung einer Führungskultur

Führungskräfte müssen eine Umgebung schaffen, in der Mitarbeiter motiviert sind, die Unternehmensziele aktiv zu verfolgen.

8. Angst abbauen

Mitarbeiter müssen sich sicher fühlen, Fragen zu stellen oder Probleme anzusprechen, um Produktivität und Qualität zu steigern.

9. Abbau von Barrieren zwischen Abteilungen

Abteilungen sollten als Team zusammenarbeiten, anstatt gegeneinander zu konkurrieren.

10. Verzicht auf Slogans und Produktionsziele

Plakate und Slogans verbessern die Qualität nicht. Investieren Sie das Geld lieber in die Prozessanalyse und die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden.

11. Beseitigung von zahlenmäßigen Quoten

Quoten berücksichtigen oft nur Zahlen, nicht die Qualität oder Methoden, und führen häufig zu Ineffizienz.

12. Stolz auf die Arbeit ermöglichen

Beseitigen Sie Hindernisse wie fehlerhafte Ausrüstung oder unklare Anweisungen, die Mitarbeiter daran hindern, gute Arbeit zu leisten.

13. Förderung von Bildung und Ausbildung

Management und Belegschaft müssen neue Methoden wie Teamarbeit und statistische Verfahren erlernen.

14. Maßnahmen zur Transformation

Der Wandel erfordert ein starkes Engagement des Top-Managements und einen konkreten Plan zur Umsetzung der Qualitätsmission.

Feigenbaum: Total Quality Control

Feigenbaum betrachtet Qualität als strategisches Managementinstrument. Total Quality bedeutet, auf Exzellenz ausgerichtet zu sein, anstatt nur Mängel zu verwalten.

Drei Schritte zur Qualität

  • Quality Leadership: Qualität muss strategisch geplant werden.
  • Moderne Techniken: Alle Mitglieder der Organisation tragen Verantwortung für die Qualität.
  • Engagement: Qualität muss als strategisches Element der Business-Planung verankert sein.

Joseph Juran: Die Juran-Trilogie

Juran definiert drei essenzielle Prozesse für das Qualitätsmanagement:

  • Qualitätsplanung: Entwicklung von Produkten und Prozessen, die Kundenbedürfnisse befriedigen.
  • Qualitätskontrolle: Überwachung der Prozesse zur Sicherstellung der Leistung.
  • Qualitätsverbesserung: Vorsätzliches Handeln des Managements zur jährlichen Steigerung der Qualität.

Ishikawa: Qualität an erster Stelle

Ishikawa betont die Kundenorientierung und den Respekt vor dem Menschen. Er entwickelte sieben statistische Werkzeuge zur Problemanalyse, darunter das Pareto-Diagramm und das Ursache-Wirkungs-Diagramm.

Phillip B. Crosby: Die vier Säulen

  1. Teilnahme und Haltung der Verwaltung.
  2. Professionelles Qualitätsmanagement.
  3. Original-Programme (z. B. Null-Fehler-Programm).
  4. Anerkennung und Feedback.

Crosby betont, dass Qualität "frei" ist, da die Kosten der Nicht-Qualität (Fehler, Nacharbeit) oft 10-20% des Umsatzes ausmachen.

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