Qualitätsmanagement: Metrologie, QA und Kontinuierliche Verbesserung

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Metrologie und Rückverfolgbarkeit

Diese Konzepte sind essenziell für die Aktion und Rückverfolgbarkeit von Prozessen:

  • Einhaltung von Spezifikationen: Stellt sicher, dass die Messung den Anforderungen vorher festgelegter Spezifikationen entspricht.
  • Werkzeuge für statistische Qualitätskontrolle (QC).
  • Kalibrierung: Um mit der erforderlichen Genauigkeit messen zu können, müssen Instrumente für eine zuverlässige Messung kalibriert werden. Die Kalibrierung überprüft, ob diese Instrumente innerhalb einer akzeptablen Toleranz messen.
  • Rückverfolgbarkeit: Die Fähigkeit, ein Produkt durch alle Stufen der Erzeugung, Verarbeitung und des Vertriebs sowie entlang der gesamten Lieferkette – vom Ursprung bis zum Endprodukt – zu finden und zu verfolgen.

Qualitätssicherung (QA)

Die Qualitätssicherung umfasst alle geplanten und systematischen Maßnahmen, die das notwendige Vertrauen schaffen, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung die festgelegten Qualitätsanforderungen erfüllt. Dazu gehören:

  • Bewertung, wie und warum Prozesse ablaufen, mittels regelmäßiger Audits.
  • Dokumentation der Vorgehensweisen.
  • Aufzeichnung der Ergebnisse, um die Durchführung der Maßnahmen nachzuweisen.
  • In vertraglichen Situationen dient die QA dazu, das Vertrauen in die Lieferanten zu stärken.

Kontinuierliche Verbesserung und Innovation

Der Schlüssel zum Unternehmenserfolg liegt in der ständigen Optimierung der Produktionsabläufe. Es gibt immer Raum für Verbesserungen.

Die Kontinuierliche Verbesserung (KVP) ist die Etablierung eines organisierten Systems zur Durchführung stetiger Veränderungen in allen Unternehmensbereichen, was zu einer Steigerung der Gesamtqualität (Total Quality) führt.

Man unterscheidet zwei Arten von Verbesserungen:

  • Innovation: Eine radikale Verbesserung, die vom Management initiiert wird und massive Investitionen in neue Maschinen und Technologien beinhaltet.
  • Kontinuierliche Verbesserung (KVP): Im Gegensatz dazu wird KVP vom Management unterstützt und durch kontinuierliche, kleine Verbesserungen erzielt, wobei die gesamte Belegschaft des Unternehmens einbezogen wird.

Die westliche Wirtschaft tendiert traditionell dazu, große Ressourcen in technologische Innovationen zu investieren. Die japanische Philosophie hingegen konzentriert sich stärker auf die kontinuierliche Verbesserung (Kaizen) durch leichte Modifikationen, um effizientere Arbeitsweisen zu erreichen. Dieses System identifiziert Fehler und Verbesserungspotenziale und ermöglichte es japanischen Unternehmen, die Produktqualität zu steigern, eine flexible Produktion zu gewährleisten, die Effizienz zu verbessern und erhebliche Kosteneinsparungen zu erzielen.

Verbesserungsteams

Verbesserungsteams bestehen aus einer kleinen Anzahl von Personen, die sich regelmäßig treffen und strukturiert zusammenarbeiten, um Prozesse zu analysieren und Verbesserungen vorzuschlagen.

Der Kontinuierliche Verbesserungszyklus (Deming-Rad)

Der Zyklus besteht aus vier Phasen (PDCA-Zyklus):

  1. Planen (Plan): Zunächst wird der aktuelle Zustand analysiert, Probleme identifiziert und Verbesserungsmöglichkeiten festgelegt.
  2. Durchführen (Do): Die vom Team geplanten Maßnahmen werden ergriffen, um Probleme zu überwinden oder Verbesserungen umzusetzen.
  3. Überprüfen (Check): Es wird geprüft, ob die erzielten Ergebnisse mit den erwarteten Zielen übereinstimmen.
  4. Reagieren/Anpassen (Act): Nach der Überprüfung der Wirksamkeit der Verbesserungen werden die notwendigen Anpassungen in der gesamten Organisation vorgenommen.

Diese Schritte werden ständig wiederholt, wobei in jedem Zyklus eine kleine Verbesserung oder Problemlösung erzielt wird, um stetig das Endziel der Gesamtqualität (Total Quality) zu erreichen.

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