Qualitätszirkel und FMEA: Leitfaden zur Umsetzung
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Schritte zur Einführung von Qualitätszirkeln
Um die Qualität in einem Unternehmen nachhaltig zu steigern, sollten folgende Schritte befolgt werden:
- Unterstützung durch die Geschäftsführung: Ein starkes Engagement der Führungsebene ist essenziell.
- Benchmarking: Führungskräfte sollten Unternehmen besuchen, in denen Qualitätszirkel bereits erfolgreich implementiert wurden.
- Ernennung eines Koordinators: Eine verantwortliche Person für die Förderung der Qualitätszirkel muss bestimmt werden.
- Schulung: Das Unternehmen bietet zukünftigen Führungskräften Schulungen zu Qualitätszirkeln an. Idealerweise sind dies zunächst Vorgesetzte oder Abteilungsleiter.
- Organisation: Die geschulten Führungskräfte organisieren die Arbeit in den Qualitätszirkeln ihrer jeweiligen Abteilungen.
- Rollenverteilung: Zu Beginn ist es ratsam, dass Vorgesetzte die Leitung übernehmen; später kann diese Aufgabe rotieren.
- Wissensvermittlung: Die Leiter schulen die anderen Mitglieder des Zirkels, insbesondere in der Anwendung von Qualitätswerkzeugen.
- Themenwahl: Die Mitglieder wählen ein Forschungsthema und erstellen einen Arbeitsplan. Die Entscheidung über das Thema erfolgt im Konsens zwischen dem Leiter und allen Mitgliedern.
Aufgaben des Qualitätszirkel-Koordinators
- Förderung der Initiierung und Betreuung von Qualitätszirkeln.
- Beratung der Führungskräfte der Qualitätszirkel.
Funktionen des Qualitätszirkel-Leiters
- Durchführung der Zirkelsitzungen (empfohlen: wöchentlich).
- Orientierung der Zirkelmitglieder.
- Vermittlung spezifischer Techniken.
- Förderung des Teamgeistes.
- Koordination und Informationsfluss.
- Präsentation von Projektvorschlägen vor der Geschäftsführung.
Definition der FMEA
Die FMEA (Failure Mode and Effects Analysis, auf Deutsch: Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) ist eine Methode zur systematischen Analyse potenzieller Fehler in Produkten oder Prozessen, um deren Ursachen und Auswirkungen zu identifizieren.
Was kann durch eine FMEA identifiziert werden?
- Mögliche Fehlerquellen.
- Mechanismen, die zu Fehlern führen.
- Auswirkungen oder Folgen von Fehlern auf den Betrieb.
- Methoden zur automatischen Fehlererkennung.
- Präventive Maßnahmen zur Fehlervermeidung.
Punkte für die Entwicklung einer FMEA
- Bezeichnung des Bauteils oder Equipments.
- Funktion.
- Fehlermodus.
- Fehlermechanismus.
- Fehlererkennung.
- Fehlerentschädigung.
- Auswirkungen des Fehlers.
- Vorbeugende Maßnahmen.
Bewertung einer AMFEC (FMEA)
Die AMFEC bewertet die Kritikalität eines Ausfalls. Diese ergibt sich aus dem Produkt der Ausfallwahrscheinlichkeit und der Schwere des Fehlers.
Kriterien der Kritikalität
- Auftretenswahrscheinlichkeit (Häufigkeit): Die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Fehler auftritt, wird numerisch bewertet.
- Schwere (Gravity): Ein numerischer Wert, der die reale Gefahr oder die schädliche Wirkung eines Fehlers bewertet.