Radio: Herausforderungen, Transformationen und Identität
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Neues Radio — Kontext, Informationsaufgaben und Herausforderungen
Der Kampf stellt sich nicht mehr nur innerhalb, sondern auch in Bezug auf seine Umgebung (extern): eine socio-político-económico und ein förderliches kommunikatives Umfeld. Die frühe Gesellschaft erlebt im gegenwärtigen Jahrzehnt eine doppelte strukturelle Krise. Ein ideologisches Vorzeichen und ein weiteres wirtschaftliches Zeichen zwingen zum Umdenken und Wandel. Länder des Ostens durchlaufen einen Übergang von einer sozialistischen Ideologie zu einem echten freien Markt. Die zweite Krise betrifft Bremseffekte und Einschnitte: die Rezession und die Finanzierung der Medien. Die dritte betrifft die Bekämpfung von Krieg und die sozio-politische Neuordnung in einigen Bereichen europäischer Länder, in denen das Radio eine wichtige Rolle spielt.
In dieser Situation zeigt sich wieder, dass ein unabhängiges, schnelles und attraktives Radio Gehör findet.
6.1.3. Transformaciones Radio
Außenbedingte Veränderungen führen zu schnellen und komplexen Transformationen im Radio:
- Multiplikation öffentlicher und privater Sender.
- Territoriale Diversifikation: staatlich, regional und kommunal.
- Integration von Telefonie in Radiostationen und mehrstufige Kommunikationsprozesse in Erzeugung und Verbreitung.
Der spanische Rundfunk steht vor dem Dilemma, seine Funktionen zu definieren und die Programmierung in jedem der drei Bereiche national, regional und kommunal anzupassen. Die autonomen Radios sind in Beziehungen mit zwei Fronten verwickelt: ihrer eigenen Identität gegenüber den einzelnen Gebieten und der Beziehung zu anderen Bereichen. Kommunale Radios bemühen sich, ihre Identität zu finden und Beziehungen zu den anderen beiden öffentlichen Modalitäten aufzubauen. Private Radios sehen sich einer zunehmenden Atomisierung der Audienzen gegenüber und suchen nach neuen Finanzierungsquellen.
6.2. Hin zur zweiten Rekonversion
6.2.1. Von der ersten zur zweiten Umstellung
In den 1920er Jahren wandelte sich die Presse in eine Quelle für Informationen, die das Radio nutzbar machte. Die Agenturen boten Lösungen. In den 1950er und 60er Jahren entstand das Fernsehen als zweite große Plattform. Technische Innovationen wie die Transistorisierung der Empfänger, Stereoanlagen und Magnetophone veränderten das Radio grundlegend. Das Radio verlor in der ersten großen technischen und kreativen Umstellung seine frühere Dominanz, musste sich aber neu erfinden.
6.2.2. Schlüsselfaktoren einer zweiten Umstellung: Erneuerung
Die Erneuerung basiert auf drei Sektoren: Informatik, Telekommunikation und deren Kombination, die zur Entwicklung der Telematik führt. Diese Entwicklung manifestiert sich in zwei Richtungen:
- Horizontal: Computer durchdringen alle Techniken und Prozesse und digitalisieren informative Signale und deren Verarbeitung.
- Vertikal: Anwendung und Umsetzung neuer Medien- oder Service-Qualitäten führen zur Generierung neuer Prozesse und Dienstleistungen.
Die Digitalisierung des Rundfunkempfangs bietet eine hohe Klangqualität (High Fidelity). Das Ziel ist, diese High Fidelity über alle Plattformen und Übertragungswege hinweg zu erreichen.
6.2.4. Radio: Hördienste parallel zum Radio
Zusätzliche Beiträge zu ergänzenden Dienstleistungen sind beispielsweise Anrufbeantworter, drahtlose Verbindungen usw.
- Audio-Conferencing-Dienste: Förderung der Kommunikation zwischen drei oder mehr räumlich getrennten Gruppen.
- Automatische Informationsdienste (Intelligent Services): Datensammlung im Netzwerk.
- Land-Mobile-Dienste: mobile automatische Dienste.
- Voice-Messaging mit Sprachprozessen, digitale Speicherung und Übertragung von Kommunikation zwischen Nutzern an entfernten geografischen Punkten.
- Nachrichten- und Sprachdienste, Textnachrichten (mensatex) und Informationsdienste mit auditiver Unterhaltung über Sonderrufnummern wie 903 und 906.
6.2.5. Neue Formen der Schallverbreitung
Drei breite Kategorien lassen sich unterscheiden:
- Broadcast-Radio: Der Empfänger ist passiv; der Zeitplan und die Ausstrahlung (Radiación) bestimmen den Empfangszeitpunkt innerhalb des Abdeckungsbereichs.
- Maschine-interaktives Radio: Der Empfänger wird zu einem aktiven Benutzer, der gezielt Inhalte sucht und speichert.
- Interaktives Radiomodell: Der Benutzer interagiert mit der Quelle, stellt neue Informationsanfragen oder verteilt eigene Inhalte weiter.
6.3. Suche nach Identität jedes Kanals und Radiosenders
Sender versuchen, charakteristische Phänotypen und vorläufige Identitäten zu definieren, erreichen aber häufig nicht die visuelle Corporate Identity. Der Hörerkosmos entdeckt Probleme bei der Identifikation der Senderarten. Manche Nachrichtensendungen verwenden die gleichen Ressourcen als Identifikatoren des Stils der Station, sowohl in der Input- als auch in der Output-Maske, wodurch die Trennung zwischen Segementen verwischt wird.
Ressourcen wie Melodien und charakteristische Mängel der Programminhaber gehören zum persönlichen Stil jedes Programms. Das Gleichgewicht zwischen Berichtsformen und klanglichen Elementen zeigt sich in Stations-IDs zu Beginn und Ende der Sendungen. Multithemen-Nachrichtensendungen tragen oft den Klang der Station-ID in der Input- und Output-Maske, wodurch sich einige Probleme mit anderen Sendern ergeben können, etwa durch eine allgemeine Melodie des Programms.