Realismus & Naturalismus: Bourgeoisie und Klassenkampf 1848

Eingeordnet in Spanisch

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,37 KB

Realismus und Naturalismus im 19. Jahrhundert

Die Konsolidierung der Bourgeoisie war eine Realität, was zu einem Konservatismus führte, der den Schutz ihrer Interessen gegen die populären Klassen richtete. Die Revolutionen von 1848 exemplifizieren die Spaltung zwischen der Bourgeoisie und dem Proletariat. Im Jahr 1848 erschien das Kommunistische Manifest, wodurch der Marxismus eingeführt wurde und die sozialen Beziehungen sowie der Klassenkampf zwischen den beiden Gruppen definiert wurden.

In der bürgerlichen Gesellschaft entwickelte die Bourgeoisie ihr tägliches Leben in den Städten, die den treuesten Spiegel der Dualität zwischen Oberschicht und benachteiligten Sektoren darstellen. Beide Realitäten inspirierten den Realismus und den Naturalismus: die Bourgeoisie verlangte Geschichten, die ihre Gesellschaft widerspiegeln. Die Industrielle Revolution zog sich nicht bis 1850 zurück. Der Triumph der Bourgeoisie und technische Entwicklungen führten zu einer optimistischen Sicht der Welt und dem Triumph des Fortschritts. Diese Ideen beeinflussten den Realismus und Naturalismus, sodass das künstlerische Schaffen zunehmend wissenschaftlich fundiert wurde.

Historischer Hintergrund

Die politische und soziale Situation nach 1848, die Verbreitung des Marxismus und die industrielle Entwicklung prägten Themen und Erzählweisen. Die Auseinandersetzung zwischen Klassen sowie das Aufkommen städtischer Lebensweisen gehören zu den zentralen Bezugspunkten dieser Epoche.

Einfluss auf die Literatur

Der Realismus und Naturalismus reagierten auf soziale Realität und neue wissenschaftliche Methoden. Künstlerische Darstellungen suchten die Wahrscheinlichkeit und Objektivität, indem sie alltägliche Konflikte und dokumentarische Techniken in den Vordergrund stellten.

Realistische Erzählung

Realistische Erzählung: Das Genre der Erzählung im Realismus wurde von gebildeten Autoren gepflegt und galt als geeignetster Weg, die Wirklichkeit wahrscheinlichkeitstreu zu beschreiben. Wichtige Merkmale sind:

  • Glaubwürdige Handlung und realistische Figuren;
  • Figuren, die reale Menschen widerspiegeln, keine hinter romantischen Idealen verborgenen Helden;
  • Themen des Alltagslebens und soziale Konflikte, die über die private Sphäre hinausweisen;
  • Erzähltechniken wie in medias res;
  • Räumlicher Rahmen, der auf Beobachtung und erschöpfender Dokumentation beruht;
  • Ein Stil, der durch Kontraste gekennzeichnet ist.

Sittenroman / Novelle der Sitten

Der Sittenroman bleibt eine Form, um die verschiedenen Lebensweisen und sozialen Schichten darzustellen. Hauptmerkmale sind:

  • Einführung von Charakteren und Szenen, die teils idealisiert sind;
  • Geschmack für das Lokale und das Malerische;
  • Verwendung der Alltagssprache.

Lyrik

In der Lyrik gehören Gustavo Adolfo Bécquer und Rosalía de Castro zu den herausragenden Vertretern. Ramón de Campoamor steht für nüchterne Tendenzen, während Gaspar Núñez de Arce für den rhetorischen Einsatz in der Darstellung bekannt ist.

Theater

Im Theater zählen die wichtigsten Vertreter zu Manuel Tamayo y Baus und José de Echegaray.

Verwandte Einträge: