Reflexe, Willkürliche Bewegung und Motorische Schemata im Überblick
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Motorische Kontrolle: Reflexe und Willkürliche Bewegung
Reflexe und Unwillkürliche Motorik
Reflexe sind unwillkürliche motorische Verhaltensweisen, die durch ihre hohe Ausführungsgeschwindigkeit gekennzeichnet sind. Sie sind angeboren und müssen nicht erlernt werden. Sie stellen eine spezifische Reaktion auf einen bestimmten Reiz dar.
Willkürliche Bewegung
Willkürliche Bewegung entsteht bewusst und freiwillig durch das Individuum. Im Kontext des Schulsports sollte betont werden, dass sie einem pädagogischen Zweck folgt. Obwohl willkürliche Bewegungen anfangs bewusst ausgeführt werden, können sie durch Wiederholung automatisiert werden. Sie bleiben jedoch jederzeit bewusst kontrollier- und veränderbar.
Automatisierung und Unbewusste Steuerung
Automatische Bewegungen
Automatische Bewegungen werden unbewusst ausgeführt. Hier muss zwischen angeborenen Prozessen, über die der Einzelne die absolute Kontrolle hat (z. B. Atmung oder Herzschlag), und automatisierten Bewegungen unterschieden werden.
Automatisierte Bewegungen
Es gibt ein Repertoire an Bewegungen, die als automatisiert bezeichnet werden. Diese entstehen aus der Wiederholung willkürlicher Bewegungen, bis sie zur Gewohnheit werden. Für ihre Ausführung ist keine ständige Vorstellung oder Wiederholung mehr notwendig, noch die Intervention von Bewusstsein und Aufmerksamkeit.
- Der Ablauf ist effektiv, da er auf den spezifischen Zweck angepasst ist.
- Er ist wirtschaftlich, da er kein kontinuierliches Bewusstsein oder Konzentration erfordert.
Grundlagen der Bewegung
Motorische Schemata
Motorische Schemata sind wesentliche Bewegungsformen, auf denen der Antrieb des Individuums aufgebaut wird. Man könnte sie als das „ABC der Bewegung“ bezeichnen.
Der Erwerb erfolgt schrittweise und entwickelt sich natürlich in verschiedenen Phasen der kindlichen Entwicklung. Beispiele für Bewegungsmuster sind:
- Krabbeln
- Gehen und Laufen
- Springen
- Fangen und Werfen
- Aufschlagen
- Drehen, Kriechen und Rollen
- Klettern
Haltungsregulation
Haltungsregulationen beziehen sich auf den Rumpf und die Körpersegmente. Es handelt sich um statische Haltungen, die beschreiben, wie der Körper verschiedene Positionen im Raum einnehmen kann. Die häufigsten Haltemuster umfassen:
- Biegen
- Beugen
- Strecken
- Drehen (Rotieren)
- Verlagern