Reformation, Konzil von Trient, Barock und Aufklärung

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Martin Luther

Martin Luther: 1483 in der Stadt Eisleben (Region Deutschland) geboren. Zu jener Zeit begann die Kirche, Geld für den Bau der Basilika von St. Peter in Rom zu sammeln. Luther wandte sich gegen den Ablasshandel und vertrat die Auffassung, dass die Erlösung ein Geschenk Gottes ist, das durch den Glauben erreicht wird und nicht durch Zahlungen.

Im Jahre 1517 veröffentlichte er die 95 Thesen und löste damit Debatten an der Universität Wittenberg aus. Er kritisierte die Nutzlosigkeit der Ablässe, da die Kirche den Gläubigen nicht durch Geldleistungen die Vergebung sichern könne. Die kirchlichen Behörden verurteilten ihn, und nach Auseinandersetzungen wurde er 1520 exkommuniziert. Außerdem übersetzte er das Neue Testament aus dem Lateinischen ins Deutsche, reformierte die Messe und veröffentlichte zwei Katechismen, um seine Lehren zu verbreiten.

Konzil von Trient

Konzil von Trient: Papst Paul III. rief 1545 in der Stadt Trient ein Konzil ein, nachdem zahlreiche religiöse und politische Schwierigkeiten überwunden werden mussten. Das Konzil wurde als Reaktion auf die Reformation einberufen. Wichtige angesprochene Probleme waren unter anderem:

  • Das Verhältnis von Glaube und Werken
  • Die Zahl und Bedeutung der Sakramente
  • Kirchliche Organisation und Disziplin
  • Die Bedeutung der Tradition und der kirchlichen Autorität
  • Der Kanon der Bibel und die Anzahl der biblischen Bücher

Die Vorschläge zur Erneuerung zielten darauf ab, die kirchliche Ordnung zu klären und die Autorität der Kirche zu bekräftigen. Viele Reformen wurden schriftlich festgehalten und von den beteiligten Staaten unterstützt, damit die Autorität der Kirche erhalten blieb.

Barockkunst

Barockkunst entstand nach der Renaissance und dem Klassizismus. Sie war eng mit dem katholischen Rom verbunden und diente als Ausdruck der katholischen Erneuerung gegenüber den Protestanten, die sich durch Martin Luther formiert hatten. Die Kunst näherte sich der Lebenswirklichkeit der Menschen und zeigte das Leben in all seiner Echtheit, ohne zu verbergen, wie weit es von den klassischen Schönheitsnormen abweichen konnte.

Die Beschlüsse des Konzils von Trient fanden auch in der Kunst Ausdruck: Kunstwerke sollten für die große Masse der Gläubigen klar, eindringlich und leicht verständlich sein, um die religiösen Botschaften zu vermitteln.

Missionen

Missionen: Ende des fünfzehnten Jahrhunderts forderte Papst Alexander VI., dass die Regierungen der Iberischen Halbinsel dem Heiligen Stuhl Gehorsam leisten. Die Herrscher von España und Portugal organisierten das christliche Leben in ihren Kolonien. Die Könige unterstützten die Missionare, schickten sie aus, bauten Kirchen und förderten den Kult.

Die Könige wurden zu Schutzherren neuer Organisationsformen in den eroberten Gebieten (das sogenannte Patronato). 1622 wurde die Kongregation zur Verbreitung des Glaubens (Congregatio de Propaganda Fide) gegründet, um die zentralen Aufgaben in Rom zu koordinieren. Es lassen sich grob zwei Formen der Evangelisierung unterscheiden:

  • Eine Form, die lokale Traditionen ablehnte und ein Modell des westlichen Christentums durchsetzte;
  • Eine andere Form, die versuchte, die Traditionen und Kulturen der Völker zu respektieren und die Botschaft von Jesus so anzupassen, dass sie verstanden werden konnte.

Aufklärung und Revolution

Viele Menschen bildeten Vereinigungen und suchten Wissen, um das Geschehen besser zu verstehen. Im Zuge dieser Entwicklungen wurden Privilegien angefochten und abgeschafft. Drei wichtige Werte traten hervor: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Die Kirche geriet zunehmend in die Kritik, insbesondere durch bedeutende Autoren der Aufklärung wie Voltaire, Rousseau und Montesquieu.

XVIII. Jahrhundert — Vernunft und Fortschritt

Im achtzehnten Jahrhundert vollzog sich ein Wandel: Der Mensch erkannte, dass er über ein mächtiges Instrument verfügte, um die Wirklichkeit zu erfassen — die menschliche Vernunft. Die Vernunft wurde wie eine eingeschaltete Lampe verstanden, die alle Bereiche der Wirklichkeit erhellt: Politik, Gesellschaft, Literatur, Natur und die aufgeklärte Religion. Die Vernunft galt als das beste Mittel zur Förderung des gesellschaftlichen Fortschritts.

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