Reformbedarf im Gesundheitswesen: Herausforderungen und Strategien

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Neue Horizonte und Notwendigkeit einer Reform

Der internationale Kontext des Gesundheitswesens

Die schnelle Entwicklung, die das Sozialversicherungssystem in den letzten Jahren genommen hat, hat es in eine Position der Gleichberechtigung mit den entwickelten Ländern unserer Umgebung gebracht. Obwohl Unterschiede in Struktur, Organisation und Arbeitsweise bestehen, teilen sie ähnliche Situationen und Probleme. Die wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wirken sich auf alle westeuropäischen Länder aus. Dies hat zur Entwicklung verschiedener Systeme geführt, die auf sich ändernde Bedürfnisse reagieren, welche in den folgenden Phasen aufgeführt sind:

70er und frühe 80er Jahre: Cost Containment (Kostenbegrenzung)

Die unmittelbare Reaktion aller Regierungen auf Krisen war die Kürzung von Mitteln, insbesondere in der Sozialpolitik wie Gesundheit oder Bildung. Nach der Ölkrise (1973) lag der Schwerpunkt im Gesundheitswesen auf der Begrenzung der Budgets für Krankenhäuser, der Personalausstattung und dem Lohnstopp. Zudem wurde die Schaffung neuer Zentren verlangsamt und Befugnisse wurden an den privaten Sektor übertragen.

70er und frühe 80er Jahre: Rationalismus Planer

Angesichts finanzieller Probleme war ein anderer Ansatz zur Bewältigung des Bedarfs im Gesundheitswesen erforderlich. Man erkannte, dass höhere Ausgaben nicht zwangsläufig bessere Gesundheit bedeuten. Daher wurden größere Anstrengungen in die Gesundheitsförderung und Prävention sowie eine stärkere Eigenverantwortlichkeit der medizinischen Grundversorgung und Krankenhausversorgung unternommen, um die Gesundheit zu verbessern, bevor Gesundheitsversorgung in Anspruch genommen werden muss.

80er und 90er Jahre: Managerialism (Managementansatz)

Es gab Versuche, die Effizienz von Gesundheitseinrichtungen, insbesondere Krankenhäusern, durch die Anwendung organisatorischer Fähigkeiten und Unternehmensführung zu verbessern.

90er Jahre: Einführung von Politik und Vertragsmärkten

Ziel war es, einen wettbewerbsfähigen Rahmen für öffentliche Krankenhäuser zu schaffen, mit einem Vertragssystem und neuen Steuerungsformen. Dies beinhaltete die Übernahme von Risiken und Vorteilen bei der Umstellung von öffentlichen (staatlichen, autonomen) zu öffentlichen Anbietern (beruflichen).

Letztes Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts: Klinische Governance

Das primäre Ziel war die Verbesserung der Qualität und Effektivität von Einheiten und Arztpraxen.

Alle bisherigen Muster sind heute noch in Kraft, wenn auch nicht rein, sondern sie vermischen sich auf unterschiedliche Weise und beeinflussen andere Systeme in unterschiedlichem Umfang, abhängig von den politischen Gegebenheiten jedes Landes.

Das Nationale Gesundheitssystem und seine Schwächen

Die Probleme, mit denen das Nationale Gesundheitssystem (NHS) im 21. Jahrhundert konfrontiert ist, resultieren nach einer raschen Entwicklung in den letzten 25 Jahren im Wesentlichen aus vier grundlegenden Aspekten der Gesundheit und der Beziehungen zu den Nutzern des Systems. Diese Probleme werden bedingt durch:

  • Den medizinischen Fortschritt und die Forschung.
  • Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Systems im Interesse jedes Staates.
  • Den Mangel an Ressourcen (wirtschaftlicher, energetischer oder informatorischer Natur).
  • Die Rolle, die der Patient innerhalb des Systems eingenommen hat.

1 Fortschritte in der medizinischen Praxis und Forschung

In der Informationsgesellschaft ist der Versuch, alle verfügbaren Informationen abzudecken, eine unmögliche Aufgabe. Auch in der medizinischen Praxis sind die Informationen, die den Ärzten zur Verfügung stehen, unerschöpflich. Diese Situation führt zu einer höheren Spezialisierung und der Notwendigkeit, Beziehungen zu verschiedenen Bereichen des Berufsstandes aufzubauen. Investitionen in die Ausbildung sind daher notwendig, und die Rentabilität dieser Ausbildung wird in Frage gestellt, wenn man Gesundheit als privates Unternehmen betrachtet (Gewinnmaximierung). Es ist notwendig, die medizinische Praxis aus einer Managementperspektive zu betrachten, in der das medizinische Wissen und seine Anwendung durch eine Politik gesteuert werden, die mehr auf die professionelle Verwaltung menschlicher Ressourcen abzielt, anstatt nur zur Verbesserung beruflicher Fähigkeiten beizutragen. Modelle, die eine größere Autonomie und Organisation des ärztlichen Dienstes ermöglichen, sind hierbei entscheidend.

2 Wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Systems

Das System zur Finanzierung von Gesundheitsdienstleistungen umfasste die autonome Finanzierung (genehmigt 2001), wobei die Überweisungen an INSALUD ab 2002 abgeschlossen wurden. Das Modell hatte bereits nach zwei Jahren finanzielle Probleme und erforderte zusätzliche Mittel (Konferenz der Präsidenten Madrid 2005). Es wurde deutlich, dass die Gestaltung der Finanzierung der Autonomen die Interessen der verschiedenen Regierungen (zentral und regional) hinsichtlich ihrer Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten nicht ausreichend berücksichtigte. Dies erfordert ein neues Design der autonomen Ausgaben im Verhältnis zu den Einnahmen.

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