Regionale Integration, EU-Politik und Globalisierung: Konzepte

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Punkt 15: Regionale Integration und Globalisierung

Regionale Integration

Regionale Integration ist ein Prozess zwischen zwei oder mehr Staaten mit dem Ziel, einen gemeinsamen Aktionsplan für die wirtschaftliche, politische und soziale Entwicklung zu erreichen.

Typen der regionalen wirtschaftlichen Integration

  • Freihandelszonen (Free Trade Zones)
  • Zollunion
  • Gemeinsamer Markt (Common Market)
  • Währungsunion
  • Wirtschaftsunion

Effekte der regionalen Integration

  • Erzeugung und Umlenkung von Handelsströmen
  • Erreichen von Größenvorteilen (Economies of Scale)
  • Zunehmender Wettbewerb
  • Förderung von Investitionen

Gemeinsame EU-Politiken

Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist aus wirtschaftlicher Sicht die wichtigste Politik der EU. Sie beansprucht den größten Teil des EU-Haushalts und zielt darauf ab, die Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Produktion in den Mitgliedsländern zu gewährleisten und die Märkte zu stabilisieren. Sie funktioniert durch Zuschüsse: EGFL (Europäischer Garantiefonds für die Landwirtschaft) und ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums).

Gemeinsame Fischereipolitik (GFP)

Das Ziel der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) ist es, europäische Fischereibetriebe als lebensfähige Unternehmen zu erhalten, die nachhaltig produzieren. Zuschüsse werden über den EFF (Europäischer Fischereifonds) bereitgestellt.

Globalisierung

Definition und Kernaspekte

Globalisierung ist ein Phänomen offener Volkswirtschaften und Grenzen, das sich aus dem Handel, dem Kapitalverkehr und der Freizügigkeit von Personen ergibt.

  • Die Globalisierung bedeutet eine Steigerung der Beziehungen zwischen Ländern und Menschen auf der ganzen Welt.
  • Jedes Land ist in einen globalen Markt eingebettet, in dem seine Unternehmen mit der Konkurrenz aus Übersee konkurrieren müssen.

Chancen und Verflechtung

  • Möglichkeiten der Globalisierung: Wirtschaftswachstum, internationale Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung.
  • Wirtschaftliche Verflechtung: Die Entwicklung eines Landes hängt von der Leistung anderer Länder ab.

Treibende Kräfte der Globalisierung

  • Technologische Fortschritte (machen Prozesse viel billiger):
    • Die Entwicklung des Verkehrswesens.
    • Die Revolution der Telekommunikation.
  • Gemeinsamer Wille: Es besteht ein gemeinsamer Wunsch, Wirtschaftswachstum durch die Öffnung der Märkte zu erreichen.

Dimensionen der Globalisierung

  • Handelsglobalisierung: Gekennzeichnet durch die Freigabe des Handels, gemeinsame Politiken, globale Kultur und Fördermöglichkeiten.
  • Wirtschaftliche Globalisierung.
  • Finanzielle Globalisierung: Länder liberalisieren ihre internationalen Kapitalbewegungen.
  • Regulatorische Globalisierung (Normalisierung): Ein Prozess, der darauf abzielt, überall ähnliche Regeln festzulegen.
  • Kulturelle Globalisierung: Führt zu ähnlichen Geschmäckern und Präferenzen.
  • Globalisierung der Ideen: Technischer Fortschritt ermöglicht die Verbreitung von Ideen von einer Person zur anderen und von einem Ort zum anderen.

Herausforderungen und Kritikpunkte

Negative Effekte der Globalisierung

  • Wachstum und Verarmung: Die Preise für Industrieprodukte steigen stärker als die Preise im primären Sektor.
  • Handelsasymmetrie: Das Handelswachstum ist asymmetrisch, sodass reiche Länder tendenziell mehr profitieren als arme Länder.
  • Die beschleunigte Globalisierung hat zu einer Zunahme der Finanzkrisen geführt.

Geistiges Eigentum

Das allgemeine geistige Eigentum umfasst die Rechte der wirtschaftlichen Verwertung, die Erfinder an leicht reproduzierbaren geistigen Schöpfungen besitzen. Dies wird durch die Unterzeichnung des Internationalen Übereinkommens zum Schutz des geistigen Eigentums geregelt.

Macht multinationaler Unternehmen

Die Macht multinationaler Unternehmen bedroht den freien Wettbewerb. Sie können ein Land schnell verlassen, wenn es aufhört, profitabel zu sein.

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