Renaissance, Barock und Aufklärung: Epochen im Überblick
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Renaissance
Die Renaissance war geprägt von der Wiederbelebung der klassischen griechischen und lateinischen Kultur. Sie entwickelte sich im 15. Jahrhundert in Italien als Fortführung des Humanismus des 14. Jahrhunderts. Die Epoche markierte den Übergang vom mittelalterlichen Theozentrismus zum Anthropozentrismus, wobei das Studium der Klassiker in den Mittelpunkt rückte.
Bedeutende Künstler wie Michelangelo und Leonardo da Vinci prägten diese Zeit. Auch Gelehrte wie Erasmus von Rotterdam förderten Werte wie Toleranz und eine Reform der Kirche.
Merkmale der Renaissance
- Beibehaltung des poetischen Modells des 15. Jahrhunderts (vertreten durch Ausiàs March).
- Wachsender Einfluss der Volksdichtung und des Cançoner.
- Fusion verschiedener Einflüsse innerhalb eines Gedichts.
Barock
Im Gegensatz zur Harmonie der Renaissance betont der Barock die Spannungen und Widersprüche der menschlichen Existenz. Themen wie die Vergänglichkeit des Lebens, der Tod und die menschliche Degeneration stehen im Fokus, oft verbunden mit einer pessimistischen Weltsicht und beißender Satire.
Merkmale des Barock
- Kontraste: Betonung von Gegensätzen wie Leben und Tod oder Lyrik und Spott (oft durch Chiaroscuro-Effekte).
- Sprache: Kastillanisierung der Sprache und komplexe Metaphorik.
- Stilmittel: Häufige Verwendung von Hyperbaton, Übertreibungen und mythologischen Anspielungen.
- Metrik: Imitation kastilischer Formen wie Sonette, Oktaven und Romanzen.
- Themen: Von ernsten, eschatologischen Inhalten bis hin zu trivialen oder erotischen Themen.
Bedeutende Vertreter sind Maler wie Velázquez, Zurbarán und Murillo sowie Schriftsteller wie Lope de Vega, Calderón de la Barca, Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Aufklärung
Die Aufklärung löste den Pessimismus des Barock ab und setzte auf Fortschritt, Vernunft und Wissenschaft. In der Kunst manifestierte sich dies im Neoklassizismus, der eine Rückkehr zu antiken Normen forderte.
Die Bewegung war eng mit der Französischen Revolution von 1789 verknüpft und legte den Grundstein für die bürgerliche Demokratie sowie die Gewaltenteilung. Die Literatur diente primär didaktischen und ideologischen Zwecken, um liberale Ideen gegen Absolutismus und religiöse Dogmen zu verbreiten.
Wichtige Denker der Aufklärung
Zu den prägenden Persönlichkeiten zählen Voltaire, Jean-Jacques Rousseau, Diderot und d'Alembert.