Renaissance: Beispiele, Werke und Analyse
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Eval. Flow My Tears - Dowland
Flow My Tears - Dowland (sagt er) gab verschiedene Versionen für Laute und Stimme. Diese Lieder wurden auch als ayres bzw. „Lacrima“ bezeichnet. Manche sahen das als Triebmittel des Liedes und auch als Vorläufer moderner Melodien. Der Beginn der Stimme wurde in großem Umfang von einigen Komponisten kopiert.
Adieu ces bons vins de Lannyons - Dufay
Adieu ces bons vins de Lannyons - Dufay (Instrument und die Frau) ist ein Abschiedslied in Rondeau-Form (Rondeau: Refrain und Vers). Stück für eine Stimme (Gesang), eine Art Oboe, sowie Begleitung von Gitarre und Geige. Es gibt vierstimmigen Gesang, wobei eine Stimme singt und der Rest oft von Instrumenten begleitet wird. Manchmal klingt die Musik in binäre oder ternäre Rhythmen aufgeteilt. Am Ende ist nur die einzelne Stimme aus der Ferne zu hören, denn es ist ein Abschiedslied.
Tribulationem et dolorem - Gesualdo
Tribulationem et dolorem - Gesualdo (Trauer) ist eine Motette für fünf Stimmen mit bußhaftem Charakter: Sünde, Tod, Schuld, psychische Selbstqual. Die expressive Harmonik und dramatische Textausdeutung unterstreichen das Gefühl der Buße.
Trah Post an mich sto Donnerstag - Francisco Guerrero
Trah Post an mich sto Donnerstag - Francisco Guerrero (Stille und Gesang) ist eine Motette für fünf Stimmen. Der Text stammt aus Das Lied der Lieder. Obwohl die Motette zu Ehren der Jungfrau genannt wird, behandelt der Text nicht ausschließlich die Jungfrau. Die oberen Stimmen werden oft von Knabenstimmen gesungen.
Le chant des oiseaux - Janequin
Le chant des oiseaux - Janequin (Hühner und Hähne) verwendet mehrere Stimmen, die die Klänge der Vögel imitieren. Sehr programmatisch und lautmalerisch.
Cricket - Josquin des Prez
Cricket - Josquin des Prez (weiß) Dieses Stück beschreibt die Stimme durch den Klang einer Grille, hat aber eine doppelte Bedeutung: Der Text sagt „die Grille war ein guter Sänger...“. Damals gab es zudem einen Sänger namens "Cricket", sodass das Stück satirisch interpretiert werden kann.
Lagrime di San Pietro - Lassus
Lagrime di San Pietro, Il Großmütige Pietro - Lassus (maestoso) Das spirituelle Madrigal ist ein Zeichen der Buße; es wurde etwa eineinhalb Monate vor seinem Tod geschrieben. Es hat sieben Stimmen und es gibt Passagen, in denen diese Stimmen in zwei Gruppen geteilt sind (Wechselgesang), wobei die eine Hälfte des Chores auf die andere antwortet. Die sieben Stimmen sind nicht immer einzeln erkennbar, wirken aber deutlich spürbar.
Instrumentales und polyphones Repertoire
L'homme armé - Anonym
L'homme armé - Anonymous (man sagt, es ist sehr einfach)
Tiento - Alonso Mudarra
Tiento - Alonso Mudarra (nur instrumental) ist eine musikalische Form in Spanien, die später wie eine Studie veröffentlicht wurde, um die technischen Möglichkeiten des Instruments zu erforschen. Dieser Tiento ist für die frühe Gitarre geschrieben worden; später wurde er auch für Cembalo, Orgel, Harfe und andere polyphone Instrumente adaptiert.
Aspro Core und Salvaggio - Willaert
Aspro Core und Salvaggio - Willaert (er sagt) ist ein Madrigal zu sechs Stimmen, italienisch. Der Text beeinflusst die Musik: Wenn der Text traurig ist, ist die Musik dunkel. Wie bereits erwähnt, führen Ganztonschritte eher zu ruhiger Musik, während Halbtonschritte zu leidenschaftlicheren Melodien tendieren.
Caput Mass: Agnus Dei - Obrecht
Caput Mass: Agnus Dei - Obrecht (aaahhh ehhh) Der Cantus firmus kann in allen Stimmen erscheinen. Dieses Werk arbeitet mit Imitationen: eine Stimme beginnt, die anderen imitieren nacheinander, wodurch eine Art Kanon entsteht. Instrumente scheinen die Stimmen zu verdoppeln; in diesem Fall handelt es sich um Blechblasinstrumente.
Kyrie Mass L'homme armé - Josquin des Prez
Kyrie Mass L'homme armé - Josquin des Prez (Kyrie) In diesem Fall liegt das „L'homme armé“ im Tenor; die übrigen Stimmen gestalten kontrapunktisch. Sein Hauptmerkmal ist, dass immer, wenn eine Stimme einsetzt, die anderen weiterklingen: es entstehen überlappende, horizontale Melodien. Der Rhythmus ist unregelmäßig, nichts wiederholt sich strikt; es entsteht fortwährend neue Musik. Bei der Suche nach mathematischer Struktur blieb dennoch Raum für musikalische Freiheit.
Kyrie aus der Missa Papae Marcelli - Palestrina
Kyrie von Papst Marcellus Mass - Palestrina (Tenor und Alt) Sechs Stimmen, polyphon und kontrapunktisch, ohne Instrumente. Das Kyrie beginnt als imitierender Kontrapunkt; das Christe eleison wird homophon vorgestellt. Es ist ein Manifest der neuen religiösen musikalischen Ästhetik, viel einfacher als die komplexe Polyphonie der flämischen Schule, mit besonderer Betonung auf Textverständlichkeit. Die Komposition wirkt natürlich und mühelos.
Spem in alium - Thomas Tallis
Spem in Alaun - Tomas (muy legato) Für acht Chöre, insgesamt 40 Stimmen. Komponiert im imitatorischen Stil und gelegentlich in homophonen Gruppen. Das Werk wird selten aufgeführt, weil es mindestens 40 Sänger erfordert.
O Magnum Mysterium - Tomás Luis de Victoria
Mass O Magnum Mysterium - Tomas Luis de Victoria (mysteeeeriummm) Teil der Messe; das Stück wird zu Weihnachten gesungen und basiert auf einer Motette gleichen Namens. Am Ende ist ein Halleluja zu hören. Es wurde um 1583 komponiert und einige Jahre später veröffentlicht.