Renaissance: Definition, Geschichte und Architektur des Quattrocento
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1. Die Renaissance: Definition, Eigenschaften und Geschichte
Die Renaissance ist eine Stilrichtung, die in Italien in der frühen Neuzeit entstand. Sie zielte darauf ab, die Prinzipien der klassischen Antike durch den Humanismus wiederherzustellen, ohne dabei die christliche Tradition aufzugeben. Die Ursachen hierfür waren:
- Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der wichtigsten italienischen Städte, zusammen mit dem Aufstieg des Mäzenatentums (Patronat).
- Das Überleben von Elementen der klassischen Kunst, die auch das Mittelalter in der italienischen Kunst beeinflusst hatten.
Chronologie:
- a) Fünfzehntes Jahrhundert (Quattrocento): Das Hauptkunstzentrum war Florenz. Es ist das Jahrhundert der Experimente, theoretischen Überlegungen und des Wunsches, das Antike wiederzuerlangen.
- b) Sechzehntes Jahrhundert (Cinquecento): Rom wird zum neuen Zentrum der Kunst. Die Renaissance erreicht hier ihre Vollendung.
2. Die Architektur des Quattrocento
Allgemeine Merkmale:
- Wiederbelebung der Verwendung klassischer dekorativer Bauelemente.
- Verbindung dekorativer Elemente auf eine fantasievolle Weise, wobei Künstler Wesen aus verschiedenen Naturreichen in monströser Form in die Struktur einfügten.
- Berechnung von Anlagen und Effekten durch Mathematik und Perfektion, um die räumliche Einheit wiederherzustellen.
- Wiederherstellung der tektonischen Funktion der Wand, die in der gotischen Architektur fehlte.
- Priorisierung der Verwendung einfacher Formen.
- Wiederaufnahme der fünf klassischen Ordnungen.
- Zusammenführung der Zentralanlage und der Basilikaanlage, die besser den Bedürfnissen der Liturgie entsprachen.
- Bau von Stadtpalästen, Villen und Festungspalästen (Palazzi-fortalezas).
Die wichtigsten Architekten des Quattrocento waren Filippo Brunelleschi und Leon Battista Alberti.
Filippo Brunelleschi:
1. Kuppel der Kathedrale von Florenz:
- Name: Kuppel von Santa Maria del Fiore
- Architekt: Brunelleschi, Filippo
- Zeitraum: 1418–1446
- Standort: Florenz
- Stil: Renaissance
- Material: Ziegel, Stein, Marmor
- Gebäudetyp: Sakralarchitektur
Analyse: Dies gilt als das erste große architektonische Werk der Renaissance. Es wurde zwischen 1418 und 1466 unter Verwendung von Materialien wie Stein, Ziegel und Marmor erbaut.
Außenansicht: Sie präsentiert ein ungewöhnlich schlankes Spitzbogenprofil, das Brunelleschi dank der Krümmung der acht Rippen aus weißem Marmor erreichte.
Innenansicht: Sie wurde ohne die Verwendung von Schalungen oder Gerüsten vom Boden aus gebaut. Sie wurde als Doppelschalenkuppel konzipiert, mit einem Hohlraum zwischen den beiden Schalen, um sie leichter zu machen.
2. Basilika des Heiligen Laurentius:
- Architekt: Brunelleschi, Filippo
- Zeitraum: 1421–1470
- Standort: Florenz
- Stil: Renaissance
- Material: Ziegel, Stein, Marmor
- Gebäudetyp: Religiöse Architektur
Analyse: Beauftragt von Cosimo de Medici. Mittelalterliche Formen verschwinden, ebenso wie die dekorativen Bauelemente der klassischen Kunst. Der Raum ist auf der Grundlage eines Längsgrundrisses strukturiert. Er ist als eine Reihe unabhängiger Blöcke konzipiert, wobei die höheren Blöcke ein Vielfaches der niedrigeren sind. Das Dach des Mittelschiffs ist mit einer Sturzdecke versehen und mit einer Kassettendecke im römischen Stil geschmackvoll verziert, während die Seitenschiffe gewölbt sind. Die Arkaden, die den Grundriss in drei Schiffe teilen, sind halbrund. Es wurden Säulen mit Kapitellen, Pilastern, Bögen und Gesimsen über dem Mittelschiff verwendet.