Renaissance-Literatur, Gattungen und Grundlagen der Phonetik

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Lyrik der Renaissance

Petrarca hat das Erbe der provenzalischen Lyrik kultiviert und klassische Literatur sowie die Dichter seiner Generation beeinflusst.

Formale Aspekte der italienischen Lyrik

Obwohl der Endecasillabo bereits im vorigen Jahrhundert verwendet wurde, führte ihn Juan Boscán endgültig ein. Er empfahl seine Praxis, die Garcilaso de la Vega perfektionierte. Die Renaissance-Lyrik nutzt typische italienische Strophenformen:

  • Terzinen (encadenados)
  • Lyra
  • Oktaven (octava real)
  • Sonette
  • Sapphische Strophen

Zudem gab es stilistische Veränderungen: Adjektive, Metaphern zur Charakterisierung körperlicher Merkmale, Hyperbaton, Enjambement, Personifikationen und zahlreiche Kultismen wurden verwendet.

Romane der Renaissance

La Celestina

Die Tragikomödie erzählt Liebesgeschichten, die durch die Entwicklung der Diener und einer Kupplerin geprägt sind. Sie bietet ein realistisches und glaubwürdiges Bild der Gesellschaft jener Zeit.

Ritterromane

Diese entwickelten sich aus dem populären mittelalterlichen Modell und dauerten bis in die frühen Jahrzehnte des 17. Jahrhunderts an. Bekannte Werke sind der Amadís de Gaula und die Palmerines, die den christlichen Ritter als Helden darstellen.

Maurische Romane

Diese erinnern an das Leben an der Grenze von Kastilien und dem letzten muslimischen Reich des 15. Jahrhunderts. Die Toponymie ist real. Ein herausragendes Beispiel ist die Geschichte von Abencerraje und Jarifa, deren Protagonisten ritterliche Tugenden verkörpern.

Phonetik und Phonologie

Die Phonetik ist die linguistische Disziplin, die die physikalische Natur der Sprachlaute untersucht. Man unterscheidet drei Bereiche:

  • Artikulatorische Phonetik
  • Akustische Phonetik
  • Auditive Phonetik

Sie untersucht konkrete Lautäußerungen (Sprechen), im Gegensatz zur Phonologie, die das abstrakte System der Sprache beschreibt. Phoneme sind die kleinsten Einheiten ohne eigene Bedeutung, die jedoch Bedeutungen unterscheiden. Die Phonologie untersucht zudem suprasegmentale Elemente wie Akzent und Intonation.

Narrative Strukturen und Beschreibung

Narrative Merkmale

  • Aussagesätze und kopulative Koordinationssätze
  • Verben im Präteritum (Perfekt, Imperfekt, Plusquamperfekt)
  • Zeit- und Ortsangaben
  • Stil: Direkte, indirekte und freie indirekte Rede
  • Verben der Handlung und Bewegung sowie beschreibende Adjektive

Deskriptive Merkmale

  • Überwiegend deklarative Sätze
  • Häufige Verwendung von Substantiven
  • Präsens oder Imperfekt Indikativ
  • Verben der Art, des Status oder der Zugehörigkeit
  • Ausdrucksstarke und bewertende Adjektive

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