Renaissance-Philosophie: Humanismus und der Übergang zur Moderne

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Das Denken der Renaissance: Ein philosophischer Umbruch

Das Renaissance-Denken entwickelte sich vom 14. bis zum 16. Jahrhundert und markiert den Übergang von der mittelalterlichen zur modernen Philosophie. Es war geprägt durch eine humanistische Wende. Die Wiederbelebung des Denkens rückte nicht mehr Gott und das Christentum als zentralen Punkt in den Fokus, sondern den Menschen selbst. Die Kirche begann, ihren dominierenden Charakter zu verlieren.

Vom Mittelalter zum Humanismus

Während der frühen Phase gab es nur wenig Kenntnis griechischer Quellen. Die Zeit war geprägt von der Arbeit des Platonismus nach St. Augustinus und in geringerem Maße von den Stoikern, Skeptikern und Epikureern. Das späte Mittelalter hingegen war durch einen Aristotelismus geprägt, der die Scholastik bestimmte.

Im 14. Jahrhundert reagierten einige Philosophen gegen die Scholastik und forderten eine Trennung zwischen dem Gebiet der Wissenschaft und des Glaubens. In diesem Kontext entstand auch die berühmte Theorie der zwei Wahrheiten. Eine weitere große Bewegung, die sich gegen die Scholastik stellte, ist der Humanismus. Philosophisch gesehen trug der Humanismus eine Reihe von Abhandlungen und Dialogen zu moralischen, politischen und religiösen Bildungsfragen bei.

Neuplatonismus und die Würde des Menschen

Die religiöse Frage verlor an absoluter Unverzichtbarkeit. In anderen Denkschulen gab es zudem Beziehungen zwischen der Renaissance, dem Neuplatonismus sowie magischen und mystischen Strömungen, in denen die Würde des Menschen von Gott abhängt. Das Ziel des Neuplatonismus war es, eine neue Interpretation und ein tieferes Verständnis des Christentums zu liefern. Denker wie Bessarion und Plethon trugen maßgeblich zur Wiederbelebung des Platonismus bei.

Bildung, Politik und die kopernikanische Wende

Humanisten kamen zu dem Schluss, dass Menschen allein verantwortlich für das Gute oder das Böse sind. Jeder Bürger sollte Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme am politischen Leben haben. Dies erforderte eine angemessene Bildung mit Schwerpunkt auf dem Studium der Rhetorik (als praktische Weisheit) und der antiken Philosophie.

Nikolaus Kopernikus konzipierte und verbreitete die Idee des Heliozentrismus. Er wies die mathematischen Fehler zurück, die die Erde zum Mittelpunkt des Universums gemacht hatten. Die Polemik gegen Kopernikus und die traditionelle Kosmologie zeigte, dass der Übergang vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild die Astronomie revolutionierte.

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