Die Renaissance in Spanien: Kultur, Religion und Politik

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Kultur und Humanismus in der Renaissance

Der Humanismus ist die Mainstream-Kultur der Renaissance (Anthropozentrismus). Es entstehen neue Werte: Menschenwürde, Fokus auf das Individuum (Individualismus), Vitalismus sowie Rationalismus (der Glaube, dass Vernunft zu Fortschritt führt). Eine Form des Erfolgs ist der Neuplatonismus: Das bedeutet, der Motor der Welt ist die Liebe. Da man an der realen Welt festhält, wird das, was Liebe ist, transformiert: Sie bewegt sich von der Frau hin zur Göttin.

Religion: Reformation und Gegenreformation

Erasmus von Rotterdam, Martin Luther und die Reformation sind Protagonisten des aufkommenden Kapitalismus. Während Erasmus ein Befürworter einer verinnerlichten Religion gegenüber äußeren Zeremonien war, vertrat Luther eine intime Religion. Das Ergebnis der Reform war die Geburt der Gegenreformation während des 16. Jahrhunderts auf dem Konzil von Trient. Dies führte zur Errichtung der Inquisition, um Ketzer und Reformer zu verfolgen.

Die kulturelle Entwicklung in Spanien

Im ersten Drittel des Jahrhunderts gab es eine kulturelle Explosion. Doch in der Mitte des Jahrhunderts wurden Auslandsreisen von der Inquisition verboten und eine Liste verbotener Bücher (Index Librorum Prohibitorum) veröffentlicht. In dieser Zeit entdecken wir auch, dass sich die Welt um die Sonne dreht.

Politik des Spanischen Imperiums

Dies ist die Zeit des spanischen Imperiums unter zwei Königen: Karl V. und Philipp II. Ab 1588, mit dem Untergang der Armada, zeichnet sich der Zerfall des Reiches ab.

Wirtschaft und gesellschaftlicher Wandel

Der Kapitalismus wird praktisch umgesetzt (basierend auf Kapital). Die Gesellschaft ist sehr kompetitiv, da man nun auf der sozialen Stufenleiter aufsteigen kann und ein Kampf um das Kapital entbrennt. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der Übergang von Ständen zu Klassen. Die Bourgeoisie bleibt jedoch konservativ, da sie die privilegierte Stellung des Adels beneidet. Der Mensch wird zur Ware, für die bezahlt wird (der Arbeitgeber bezahlt den Arbeitnehmer). Das Individuum ist nun offen für den Wechsel zwischen Klassen und die Wahl dessen, dem es dient.

Soziale Strukturen in Spanien

Der Adel genießt viele Privilegien (er zahlt keine Steuern) und wird in Grafen, Ritter und Edelleute unterteilt. Die Bourgeoisie wollte diese Vorrechte ebenfalls genießen und widmete sich dem Kauf von Adelstiteln. Die konvertierten Juden wurden oft Bankiers; sie waren einer besonders grausamen Verfolgung durch die Inquisition ausgesetzt, weil sie wirtschaftlich erfolgreich waren. Im Gegensatz dazu blieben die Mauren eher unbemerkt.

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