René Descartes: Leben, Werk und der Vater der modernen Philosophie

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René Descartes: Leben, Ausbildung und Militärdienst

Geboren am 31. März 1596 in La Haye, Touraine (Frankreich). Er entstammte einer Familie des niederen Adels und war der dritte Sohn von Joachim Descartes und Jeanne Brochard. Seine Mutter starb, als er ein Jahr alt war.

Er wurde zwischen 1606 und 1614 am Jesuitenkolleg von La Flèche ausgebildet, wo er die Naturwissenschaften und die Philosophie seiner Zeit studierte. Anschließend begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität von Poitiers. Im Jahr 1618 trat er als Freiwilliger in die Armee des Kurfürsten Moritz von Nassau, Prinz von Oranien, ein, und 1619 in die des Herzogs von Bayern. Er gab jedoch seine militärische Karriere auf, um sich seiner neuen Berufung, der Philosophie, zu widmen.

Jahre in Holland und Tod in Schweden

Im Jahr 1628 reiste er nach Holland, wo er bis 1649 lebte. Von dort folgte er einem Ruf von Königin Christina von Schweden, einer großen Bewunderin seines Werkes. Er starb dort nur wenige Monate später, am 11. Februar 1650, an den Folgen eines Lungenleidens. Sein Leichnam wurde 1666 nach Paris überführt.

Das Außerordentliche Erbe Descartes'

Descartes hinterließ ein außerordentliches Erbe. Er gilt als Begründer des Mechanismus, der angewandten Mathematik, der Naturwissenschaften und der Philosophie.

Er schuf die deduktive Methode und die analytische Geometrie. Unter anderem führte er ein Koordinatensystem ein, das ihm zu Ehren als kartesisches Koordinatensystem bezeichnet wird.

Rationalismus und der Zweifel als Methode

Er war der Gründer des Rationalismus. Sein Werk markierte einen Wendepunkt in der Geschichte des Denkens und ebnete den Weg für eine moderne Weltanschauung.

Mit seinem berühmten Ausspruch „Ich denke, also bin ich“ (*Cogito ergo sum*) lieferte er den wahren Beweis für die Existenz des Selbst – die Gewissheit, auf der er sein gesamtes Werk aufbaute. Descartes wird oft als der Philosoph des Zweifels bezeichnet, da er der Meinung war, dass man im Rahmen der Forschung alles ablehnen müsse, was vernünftigerweise angezweifelt werden kann.

Wichtige Schriften und Werke

Zu seinen wichtigsten Schriften zählen:

  • Abhandlung über die Methode (1637), begleitet von den drei Abhandlungen Sucher, Meteor und Geometrie
  • Meditationen über die Erste Philosophie (1641)
  • Die Prinzipien der Philosophie (1644)
  • Die Leidenschaften der Seele (1649)
  • Abhandlung über den Menschen und die Bildung des Fötus (1668)
  • Regeln für die Richtung des Geistes (1701)
Fazit: Der Vater der modernen Philosophie

Kurz gesagt, Descartes gilt als der Vater der modernen Philosophie. Die wichtigsten Philosophen, die ihm folgten, widmeten sich intensiv dem Studium seiner Theorien, sowohl um seine Erkenntnisse zu vertiefen als auch um sie zu widerlegen.

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