Die Revolution von 1848: Ursachen, Ziele und Scheitern in Deutschland

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Die Revolutionen von 1848: Der Frühling der Völker

Die Revolution im Frühjahr 1848 breitete sich schnell über Europa aus.

Sie begann in Frankreich, nachdem die Französische Revolution die Menschen ermutigt hatte, ihren König zu stürzen. Dies machte auch den Deutschen Mut.

Sie sahen, dass Veränderung möglich war, wenn sich viele Menschen zusammenschließen. Die Bewegung breitete sich schnell über ganz Deutschland aus, gekennzeichnet durch Proteste von Arbeitern, Studenten und Frauen.

Die Revolution von 1848 war eine Reihe von Aufständen und Protesten, die im Frühling 1848 fast gleichzeitig in vielen Teilen Europas ausbrachen. Deshalb nennt man diese Zeit auch den Frühling der Völker.

Ursachen der Revolution 1848

  • Wirtschaftliche Not
  • Hungerkrisen
  • Arbeitslosigkeit
  • Politische Unterdrückung

Ziele der Revolutionäre

  1. Politische und persönliche Freiheit
  2. Verfassungen mit klaren Regeln und Gesetzen
  3. Demokratie, also Wahlen und politische Mitbestimmung
  4. Bessere Lebensbedingungen: weniger Armut, mehr Arbeit, gerechte Löhne
  5. Nationale Einheit: Besonders in Deutschland und Italien wollten viele ein geeintes Land.
  6. Das Ende der Absoluten Monarchien

Verlauf und anfängliche Erfolge

Am Anfang hatten die Revolutionäre in vielen Ländern Erfolg: Einige Monarchen machten Zugeständnisse, versprachen Reformen und führten Verfassungen ein.

Nach einigen Monaten wurden viele dieser Reformen jedoch wieder rückgängig gemacht. Die alten Monarchen, das Militär etc. bekamen ihre Kontrolle zurück.

Viele Revolutionen wurden gewaltsam niedergeschlagen.

Der Volksaufstand in Berlin (März 1848)

Im März 1848 kam es in Berlin zu einem Volksaufstand. Zuerst war es eine friedliche Demonstration, doch dann griff das Militär ein, was zu blutigen Barrikadenkämpfen führte.

König Friedrich Wilhelm IV. versprach daraufhin eine Verfassung – allerdings aus Angst, nicht aus Überzeugung.

Das Lied der Deutschen (1841)

Im Jahr 1841 schrieb August Heinrich Hoffmann von Fallersleben "Das Lied der Deutschen".

Die Melodie stammt von Joseph Haydn.

Der bekannteste Anfang des Liedes war: "Deutschland, Deutschland über alles". Damals bedeutete dieser Satz nicht, dass Deutschland besser als andere Länder sei, sondern dass die Einheit Deutschlands wichtiger sein sollte als die Zersplitterung in viele kleine Staaten.

Die Frankfurter Nationalversammlung (1848)

Das erste deutsche Parlament in der Paulskirche

Im Mai 1848 begann in Frankfurt am Main die Arbeit der Nationalversammlung. In der Paulskirche versammelten sich gewählte Vertreter aus ganz Deutschland.

Zum ersten Mal sollte gemeinsam über die Zukunft Deutschlands beraten werden.

Ihr Ziel war es, einen einheitlichen Nationalstaat mit einer Verfassung zu schaffen, in dem die Bürger mehr Rechte haben sollten.

Schwierigkeiten und Streitpunkte

In der Frankfurter Nationalversammlung kam es zu großen Meinungsverschiedenheiten:

  • Großdeutsche vs. Kleindeutsche Lösung: Sollte das neue Deutschland mit oder ohne Österreich entstehen? Die einen wollten ein "großdeutsches Reich" (mit Österreich), die anderen ein "kleindeutsches Reich" unter preußischer Führung (ohne Österreich).
  • Staatsform: Einige wollten eine konstitutionelle Monarchie mit König und Verfassung, andere forderten eine Republik ohne König.
  • Führung: Die Frage, wer an der Spitze des Staates stehen sollte, sorgte für Diskussionen. Viele wollten dem preußischen König die Kaiserkrone anbieten – doch dieser lehnte ab.

Das Ende der Revolution 1848

Am Ende bot die Nationalversammlung dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die Kaiserkrone an – doch er lehnte ab. Er wollte keine Krone "vom Volke".

Viele Fürsten gewannen wieder die Kontrolle, die Reformen wurden zurückgenommen und die Revolution scheiterte.

Trotz des Scheiterns war die Revolution wichtig: Viele Ideen und Forderungen lebten weiter und wurden später verwirklicht.

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