Rhetorische Figuren, Sprachfunktionen und journalistische Textformen
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Rhetorische Figuren und Stilmittel
Alliteration
Die Wiederholung eines oder mehrerer Laute, um einen bestimmten Klangeffekt zu erzielen.
Paronomasie
Die Nähe von Wörtern mit ähnlichem Klang, aber unterschiedlicher Bedeutung.
Ellipse
Unterdrückung jedes Elements, das aus dem Kontext verstanden wird.
Asyndeton
Besteht in der Entfernung von Bindewörtern (Konjunktionen).
Polysyndeton
Wiederholung von Konjunktionen zur Verbindung mehrerer Elemente.
Enumeration (Aufzählung)
Abfolge von miteinander verbundenen Elementen.
Geordnete Enumeration (Klimax/Antiklimax)
Enumeration, die einer gewissen Ordnung folgt.
Parallelismus
Wiederholung identischer oder ähnlicher syntaktischer Strukturen.
Chiasmus
Wiederholung von Strukturen, die nicht parallel sind (meist spiegelbildlich/rückwärts).
Hyperbaton
Veränderung der logischen Reihenfolge des Satzes (Sperrung).
Epitheton (Beiwort)
Poetischer Gebrauch von Adjektiven, um Ausdruck zu verleihen oder mitzubezeichnen.
Anapher
Wiederholung eines oder mehrerer Elemente am Anfang mehrerer Verse oder Satzteile.
Apostrophe
Besteht aus Ausrufen oder Fragen, die direkt an belebte oder unbelebte Wesen gerichtet sind.
Rhetorische Frage
Fragen, die keine Antwort erwarten.
Antithese
Besteht in der Verknüpfung von zwei Wörtern, die einander widersprechen (Gegensatz).
Oxymoron
Zwei Begriffe, die in scheinbarem Widerspruch stehen.
Paradoxon
Eine vernünftige Idee, die als verschleierter Widerspruch erscheint. Beispiel: Ich sterbe nicht, um nicht zu sterben.
Ironie
Ausdruck des Gegenteils dessen, was man denkt, sodass der Empfänger durch den Kontext die wahre Absicht des Senders erkennen kann.
Vergleich (Simile)
Gegenüberstellung von zwei Begriffen, einem realen und einem imaginären, zwischen denen eine gewisse Ähnlichkeit besteht.
Metapher
Die Identifizierung eines Wortes mit einem anderen. Ersetzen eines Begriffs durch eine ausdrucksstärkere Idee. Hinweis: Wenn wir den vergleichenden Link (Wie...) verwenden, handelt es sich um einen Vergleich, nicht um eine reine Metapher.
Hyperbel
Übertreibung.
Tautologie
Hinzufügen von Wörtern, ohne etwas Neues hinzuzufügen, um eine Idee zu verstärken. Die Verwendung unnötiger Worte, um eine Idee oder ein Gefühl hervorzuheben.
Aposiopese (Zurückhaltung)
Unterbrechung der Rede, um etwas anzudeuten oder vorzuschlagen. Wenn die Unterdrückung vorübergehend ist, wird sie Aposiopese genannt.
Personifikation
Besteht darin, unbelebten Wesen menschliche Qualitäten zuzuschreiben.
Synästhesie
Zugehörige Empfindungen, die durch verschiedene Sinne wahrgenommen werden. Beispiel: Schrille Farbe.
Metonymie
Besteht darin, etwas mit einem anderen Namen zu benennen, basierend auf der Beziehung ihrer Bedeutungen.
Funktionen der Sprache nach Jakobson
- Expressive Funktion: (Sender/Ausstellung)
- Appellative Funktion: (Empfänger)
- Referentielle Funktion: (Referent/Kontext)
- Phatische Funktion: (Kanal)
- Poetische/Ästhetische Funktion: (Nachricht)
- Metasprachliche Funktion: (Code)
Journalistische Texte und ihre Merkmale
1. Charakterisierung der Massenmedien
1.1. Konzept und Macht der Massenmedien
Definition der Massenmedien und der Macht, die sie erworben haben.
1.2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Charakteristische Merkmale, die journalistische Texte gemeinsam haben und welche sie unterscheiden.
2. Das allgemeine Periodikum (Die Zeitung)
2.1. Bedingungen und Formate
Presse, Zeitschriften, Zeitung des 20. Jahrhunderts.
2.2. Quellen der Berichterstattung
- Eigene Quellen des Mediums
- Institutionelle Quellen
- Spontane Quellen
- Vertrauliche und anonyme Quellen
2.3. Struktur einer Zeitung
- Titelseite: (Wichtigster Teil)
- Querschnittsinformationen: (International, Sport, Wirtschaft)
- Meinungsabschnitte: (Editorial, Artikel, Kolumne, Leserbriefe)
- Pasatiempos: (Unterhaltung/Rätsel)
- Werbung: (Letzte Seite, leicht variierend)
2.4. Objektivität und Mechanismen der Manipulation
Die Objektivität der Nachrichten und Mechanismen der Manipulation:
- Auswahlmechanismen: (Einige)
- Platzierung: (Rubrik und Seite: ungerade, priorisiert, überlegen, zentral)
- Verarbeitung: (Verlängerung, Überschrift/Halterung, Blickwinkel/Winkel)
2.5. Typen journalistischer Genres
* Genres der Information (Hauptfunktion)
- Nachricht: Hauptnachricht der Zeitung.
- Chronik: Geschichte, die in der Zeit steckt.
- Reportage: Etwas Neues, vergrößert dargestellt, kann subjektiver erscheinen.
- Interview: Zur Gewinnung von Informationen und Profil-Informationen von Experten über das betreffende Thema.
* Genres der Meinung (Review)
- Editorial
- Artikel oder Kolumne
- Leserbriefe an den Herausgeber
* Hybride Genres
- Chronik
- Kritik
Struktur eines Artikels/einer Nachricht
- Titular (Titel)
- Antititel
- Untertitel (Subtitel)
- Position
- Quelle
- Körper (absteigende Reihenfolge, um neu zu strukturieren)