Richtlinien für Polizeiarbeit: Opferhilfe und Seniorenassistenz
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Umgang mit Opfern von Gewalttaten (ASSAULT)
Ziel ist das Erkennen und Verhindern von gewalttätigen Situationen sowie der Schutz der körperlichen Unversehrtheit, der Privatsphäre und der Intimität des Opfers.
- Ermöglichen Sie dem Opfer, seine Gefühle auszudrücken und sich zu beruhigen.
- Vermeiden Sie Handlungen und Bemerkungen, die das Opfer davon abhalten könnten, eine Beschwerde einzureichen.
- Schützen Sie den Tatort zur Sammlung von Beweismitteln und identifizieren Sie Zeugen.
- Ergreifen Sie erforderliche Maßnahmen und beurteilen Sie die Fakten, um das Opfer davon zu überzeugen, ein Gesundheitszentrum aufzusuchen.
- Informieren Sie die spezialisierte Polizei, die für den Umgang mit Opfern in entsprechenden Einheiten zuständig ist.
Erforderliche Eigenschaften und Einstellungen von Polizeibeamten
- Kontrolle der Emotionen
- Die eigenen Gefühle müssen kontrolliert werden, insbesondere im Umgang mit Opfern.
- Sensibilität
- Sensibilisierung für die Schwere und Bedeutung der Faktoren, die in verschiedenen Fällen eine Rolle spielen.
- Fachwissen
- Kenntnis des Problems, um es vollständig zu verstehen und bearbeiten zu können.
- Objektivität und Motivation
- Handeln Sie objektiv, frei von Emotionen, persönlichen Gefühlen oder Rachegedanken.
- Kommunikationsfähigkeit
- Zuhören und Verstehen sind essenziell.
- Orientierung und Information
- Das Opfer informieren, welche Schritte notwendig sind und welche Behörden zuständig sind.
Polizeiliche Assistenz und Umgang mit älteren Menschen
Die Haltung der Polizei sollte aufmerksam, unterstützend und informativ sein. Ältere Menschen sind oft sehr verletzlich und benötigen besondere Zuwendung. Die Polizei bietet Informationen über Alternativen und Unterstützung.
Häufige Szenarien im Umgang mit Senioren
- Ältere Person ohne Dokumentation, die den Wohnsitz verloren hat: Die Person wird an soziale Dienste verwiesen, die Tag und Nacht in einer Herberge unterbringen können. Es muss geprüft werden, ob ein Kurator notwendig ist und ob ein Vermisstenfall vorliegt.
- Ältere Person ohne Dokumentation, die orientierungslos ist: Kann während einer Patrouillenfahrt identifiziert und nach Hause gebracht werden, sofern der Wohnsitz bekannt ist.
- Ältere Person mit physischer oder psychischer Krankheit, die Unterstützung ablehnt: Die Polizei muss den Bereitschaftsdienst des Gerichts informieren, um eine Einweisung in ein Krankenhaus zu veranlassen, falls die Person eine Gefahr für sich selbst darstellt.
Standardpraktiken im Umgang mit Senioren
- Zeit nehmen: Widmen Sie mehr Zeit, um die Situation zu verstehen. Seien Sie geduldig und sprechen Sie klar und deutlich.
- Beziehung aufbauen: Eine enge und vertrauensvolle Beziehung ermöglicht es, die Probleme der Senioren besser zu verstehen.
- Bürokratie erleichtern: Erleichtern Sie die Berichterstattung und die Formulierung von Anzeigen, um lange Wartezeiten zu vermeiden.