Romanische Architektur: Aufbau, Merkmale und Bauelemente

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Merkmale der Romanischen Architektur

Das Kloster wurde ursprünglich nicht in der Stadt, sondern inmitten landwirtschaftlicher Besitztümer errichtet. Im 11. Jahrhundert (S. XI) begann jedoch eine Wiederbelebung des städtischen Lebens, und das Kloster wurde zusammen mit der Kathedrale zum Symbol der Stadt. Äbte und Bischöfe bemühten sich, ihre Autorität durch die Errichtung eines Denkmals der romanischen Architektur zu festigen.

Die Bezeichnung Romanik bezieht sich auf diesen Baustil, da er Bauformen der römischen Welt aufgreift. Es handelt sich um eine gewölbte Architektur, in der das Tonnengewölbe und das Kreuzgratgewölbe dominieren. Die äußere Schlichtheit wurde bereits in Rom geschätzt.

Materialien und Bautechnik

Charakteristisch ist die Verwendung von Bruchstein (Kalkstein, Granit oder Schiefer). Unregelmäßig behauene Steine bilden die frühesten Bauten. In der Steinmetzkunst wird eine unregelmäßige, aber sichere Fugenführung angestrebt. Seltener werden Marmor oder Ziegel verwendet. Als Bauelemente dienen hauptsächlich der Rundbogen sowie das Tonnen- und Kreuzgratgewölbe.

Grundrisse und Kirchenanlagen

Die Grundrisse folgen keiner einzigen Anlage, sondern passen sich den Bedürfnissen des jeweiligen Gebäudes an. Es dominieren die Basilika und in erster Linie kreuzförmige Anlagen, die dem lateinischen Kreuz angepasst sind. Typisch ist die Vervielfachung der Apsiden.

Die Schiffe und Wallfahrtskirchen weisen einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes auf, wobei jedoch eine Empore über den Seitenschiffen hinzugefügt wird. Außerdem wird hinter dem Altar ein Korridor hinzugefügt, der Ambulatorium genannt wird und kleine Kapellen, sogenannte Absidiolen, besitzt. Der resultierende Grundriss wird Pilgergrundriss genannt.

Tragende Elemente und Stützen

Die übliche tragende Säule ist der Kreuzpfeiler. Er entstand aus der Notwendigkeit, vier Bögen (zwei Gurtbögen und zwei Schildbögen) zu halten. Daher wird er nur in Gebäuden mit dreischiffigen Anlagen verwendet, sei es in Basiliken oder in Kirchen mit lateinischem Kreuzgrundriss.

Gewölbe und Deckensystem

Das Deckensystem ist gewölbt. Zunächst wurde das Tonnengewölbe mit Gurtbögen verwendet, was als die fortschrittlichste Methode galt. Schließlich wich man von dieser Regel ab, da das Hauptschiff und die Seitenschiffe mit Kreuzgratgewölben ausgestattet wurden. Diese ermöglichen eine bessere Gewichtsverteilung, die auf die Wände abgeleitet wird.

Das Abstützungssystem

Jedes Gewölbesystem benötigt eine Abstützung, um den durch das Gewölbe erzeugten Druck aufzufangen. Man konstruierte dicke Mauern mit sogenannten Strebepfeilern. Diese verstärken die Wand direkt an den Stellen, an denen die Bögen das Gewölbe tragen.

Gestaltung des Außenbereichs

Der Außenbereich ist klar strukturiert. Die zentralen Schiffe ragen immer über die Seitenschiffe hinaus. Der Querschiffarm (Transept) einer Kirche mit lateinischem Kreuzgrundriss hat oft die gleiche oder eine größere Höhe als das Mittelschiff. Die Vierung (Kreuzung der Schiffe) ist nach außen hin besonders eindrucksvoll, da sie von einem Turm bedeckt wird, der Cimborrio (Vierungsturm) genannt wird.

Charakteristische äußere Elemente der Romanik sind: Glockentürme, Strebepfeiler (die den inneren Bögen entsprechen), Vordächer und Gesimse, die von Modillons (kleinen Konsolen) getragen werden. Hinzu kommen Archivolten und das Tympanon (Giebelfeld über dem Portal), Lisenen (flache Wandpfeiler), die die Raumaufteilung festlegen, sowie dekorierte Pfosten und ornamentale Motive wie Lombardische Bänder.

Der Kreuzgang (Claustrum)

Der Kreuzgang definiert die quadratischen Bauten, die in monastischen Anlagen üblich sind.

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