Die Romanisierung Hispaniens: Verwaltung, Wirtschaft und Erbe
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Der Prozess der Romanisierung
Hispania im Römischen Reich (1.-3. Jahrhundert n. Chr.)
Die territoriale Verwaltung: Provinzen, Konvente und Städte
Augustus' Verwaltungsreform etablierte zwei Arten von Provinzen: a) senatorische und b) imperiale Provinzen.
Merkmale der Wirtschaft
Hispania wurde in ein Sklavenwirtschaftssystem integriert, in dem die Menschen der eroberten Völker als billige und reichlich vorhandene Arbeitskräfte dienten. Dies machte die Provinz zu einem zentralen Bestandteil des Römischen Reiches.
Soziale Struktur
Die soziale Position wurde durch die juristische Kategorie bestimmt, die im Prinzip vererbt wurde, sich aber im Laufe des Lebens ändern konnte. Von oben nach unten in der sozialen Hierarchie standen folgende Kategorien:
- Bürger mit Zugehörigkeit zu Ständen: Senatorenstand, Ritterstand, Dekurionenstand.
- Römische Bürger außerhalb der Stände: Sie genossen politische, militärische und soziale Privilegien.
- Freie Nichtbürger: Ihnen fehlten politische Rechte, sie waren jedoch Zivilisten.
- Freigelassene: Ehemalige Sklaven.
- Sklaven: Ihre Situation resultierte aus Schulden, Kriegsgefangenschaft oder Geburt; ihnen wurden alle Rechte verwehrt.
Krise des 3. Jahrhunderts und die Spätantike (4.-5. Jahrhundert)
Die Krise des 3. Jahrhunderts
Die Rolle der Armee beeinflusste die Politik maßgeblich und führte zu einer Zeit militärischer Anarchie. Es setzte ein Prozess der Ruralisierung ein: Die Wirtschaft des Unteren Reiches verlagerte sich aufs Land, da die Mächtigen die Städte verließen, um Großgrundbesitz zu erwerben.
Die Sozialstruktur im Wandel
Das Hohe Reich stützte sich auf die Wirtschaft der Städte und Sklavenarbeit. Beides begann im 3. Jahrhundert zu bröckeln, da Sklaven knapper und teurer wurden.
Reformen im 4. Jahrhundert und neue Verwaltung
Die Verwaltungsreformen stellten eine der wichtigsten Veränderungen dieser Ära dar.
Das kulturelle Erbe des römischen Hispania
- Sprache: Latein wurde schrittweise eingeführt und verdrängte die lokalen Sprachen; lediglich das Baskische (Euskera) überlebte.
- Religion: Die römische Religion verdrängte die Vielzahl indigener Kulte, bis sich schließlich das Christentum wie im restlichen Römischen Reich durchsetzte.
- Kunst: Erwähnenswert ist die große Anzahl architektonischer und städtischer öffentlicher Bauten, die wir als Erbe übernommen haben.