Romantik und die katalanische Renaixença: Idealismus und Nation

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Die Romantik: Idealismus, Subjektivität und das Mittelalter

Die europäische Romantik im 19. Jahrhundert

Die Romantik war eine kulturelle Bewegung, die Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland und England entstand und sich über die gesamte erste Hälfte des 19. Jahrhunderts in Europa verbreitete.

Sie zeichnete sich durch einen starken idealistischen Geist aus, der sich von der reinen Objektivität und der Wahrheit abwandte. Im Gegensatz zur Vernunft stellte die Romantik die Subjektivität und den emotionalen Aufruhr in den Mittelpunkt.

Das romantische Genie und die erhabene Schönheit

In diesem Zusammenhang entstand die Figur des romantischen Genies: ein Künstler, der mit außergewöhnlicher Sensibilität und Vorstellungskraft ausgestattet war. Nur einige ausgewählte Individuen besaßen diese Fähigkeit und waren dazu berufen, die erhabenste Schönheit zu erfassen und auszudrücken.

Das Mittelalter als Quelle der Inspiration

Die Suche nach Wahrheit und Schönheit führte die romantischen Autoren zu einem nostalgischen Blick auf die Vergangenheit. Sie versuchten, die Werte und die künstlerische Tradition jener Zeiten wiederzuentdecken, die sie als besonders glanzvoll betrachteten.

Die Romantiker des neunzehnten Jahrhunderts fühlten sich stark zum Mittelalter hingezogen. Sie idealisierten dessen Werte – insbesondere den Glauben und die nationalistische Gesinnung – und versuchten, diese in die Gesellschaft, in der sie lebten, zu übertragen.

Die katalanische Renaixença: Wiedergeburt der Kultur

Ziele der Bewegung in Katalonien

Die katalanische Entsprechung der Romantik, bekannt als Renaixença (Wiedergeburt), fand in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts statt. Diese kulturelle Bewegung verfolgte zwei Hauptziele:

  • Anreize für die Verwendung der katalanischen Sprache als Kultursprache zu schaffen.
  • Eine nationale literarische Tradition wiederherzustellen.

Die katalanischen Schriftsteller stimmten diesem Trend des romantischen Idealismus zu, da er dazu diente, ihre ideologischen Ziele zu unterstützen und gut mit ihren patriotischen Gefühlen harmonierte.

Wiederentdeckung des kulturellen Erbes

Die romantische Anziehungskraft des Mittelalters führte viele Gelehrte dazu, die katalanische Literatur des Mittelalters – eine der reichsten in Europa – neu zu entdecken. Dies unterstrich die Notwendigkeit, das eigene kulturelle Erbe wieder einzufordern.

Das populäre Genie und die Folklore

Das Interesse an der Folklore führte zur Sammlung vieler Traditionen und Legenden, die mündlich überliefert wurden und die natürliche Schönheit der populären Schöpfungen enthielten.

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