Die Romantik: Merkmale, Geschichte und Bedeutung
Eingeordnet in Philosophie und Ethik
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,15 KB
Die Romantik: Eine kulturelle Bewegung
Die Romantik war eine kulturelle und künstlerische Bewegung, die in Deutschland und England im späten 18. Jahrhundert entstand. Sie stellte eine Reaktion auf den bürgerlich-liberalen Staat und den Beginn der Moderne dar.
Merkmale der Romantik
- Sentimentalismus und Subjektivität: Es wird die subjektive Auffassung der Realität betont, die sich im literarischen Schaffen durch den Ausdruck der romantischen Innerlichkeit des Selbst manifestiert.
- Freiheit und Individualismus: Das Individuum wird in den Mittelpunkt gestellt und seine Freiheit als höchster Wert behauptet – sei es moralisch, politisch oder künstlerisch. Es gibt zwei Gruppen, die diese Werte repräsentieren: Der Titanismus (Rebellion gegen Gott und Auflehnung gegen Gesetze) und der Stolz.
- Historismus und Nationalismus: Es wurde der Geist der Nation sowie die Rückbesinnung auf vergangene Zeiten gefordert. Dies führte zur Wiedergeburt der galicischen und katalanischen Literatur.
- Existenzielle Angst: Der Widerspruch zwischen den Wünschen des Einzelnen und der sozialen Umwelt führte zu einem verstärkten Interesse an menschlichen Charaktertypen.
- Flucht aus der Realität und Irrationalismus: Die Vergangenheit diente als Bühne für Sehnsüchte. Es gab eine Ablehnung der rationalen Wahrheit und eine Vorliebe für das Fantastische, Schreckliche, Makabre und Düstere.
Themen und Stilmittel
Die wichtigsten Themen umfassen Gerechtigkeit, Macht, das Schweigen Gottes, den Sinn des Lebens sowie die Geheimnisse der Natur und des Menschen. Die Schriftsteller brachen mit poetischen Konventionen und forderten die Mischung von Gattungen, Registern und Stilen.
Es wurde eine Sprache verwendet, die die Umgangssprache integrierte, Neologismen einführte und die Natur als Spiegel der menschlichen Gefühle betrachtete. Der Stil zeichnet sich durch den Einsatz von Ausrufen und eine lexikalische Vielfalt aus, die Subjektivität, Sentimentalität und Emotionen unterstreicht.