Römische Architektur: Bauelemente, Grundrisse und Formale Aspekte

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Römische Architektur

1. Bauelemente

a) Tragende Elemente: Das römische System erstreckt sich über gewölbte Steinbauten. Folgende Elemente sind charakteristisch:

  • Bogen: Radiale Keilsteinsequenz, verwendet in Gewölben, Gängen, Türen und Öffnungen.
  • Tonnengewölbe: Oft in zentralen Bereichen verwendet. Verstärkte Bögen teilen das Gewölbe in Wandabschnitte. Die Last ruht direkt auf dicken, festen Mauern, die durch äußere Stützpfeiler verstärkt werden.
  • Kreuzgewölbe: Findet sich in eckigen Einschüben der Seitenschiffe. Die Kreuzung von zwei Tonnengewölben bildet Kanten, wobei die Last hauptsächlich auf den vier Ecken des Abschnitts konzentriert ist.
  • Kuppeln: Decken kleinere Räume ab. Halbkugelförmige Gewölbe ruhen auf Pendentifs oder Muscheln.

b) Stützende Elemente: Tragen das Gewicht nach unten ab. Vertikale und laterale Schubkräfte der Kuppeln und Bögen werden von Wänden, Säulen und Pfeilern aufgenommen. Dicke Mauerblöcke sind verstärkt. Äußere Stützpfeiler sorgen für vertikale Ausrichtung. Bögen werden abgedeckt und die Last wird über Säulen und Pfeiler in den Boden geleitet. Die Säule dient als Stützpfeiler im Inneren und ist oft mit Säulen verbunden.

2. Lateinischer Kreuzgrundriss

Gebildet durch die Anzahl der Schiffe, die längs angeordnet und durch Arkaden getrennt sind. Die Längsspannung konvergiert in halbrunden Apsiden. In Wallfahrtskirchen finden sich Umgangschiffe oder Deambulatorien. Die Hauptfassade präsentiert drei abgerundete Portale. Kirchenfassaden werden oft von flankierenden Türmen gesäumt. Seitlich befindet sich der klösterliche Kreuzgang.

3. Gesamteindruck

Äußerlich zeichnet sich die Anlage durch massive Mauern und sparsame Stützpfeiler aus. Der Kopfbereich ist mit ausstrahlenden Kapellen versehen, deren Dächer und Türme auffallen. Im Inneren werden unterschiedliche Höhenlösungen realisiert: Schiffe gleicher Höhe, oder das Hauptschiff ist höher als die Seitenschiffe. Emporen finden sich in Kirchen, oft im Zusammenhang mit Pilgerfahrten.

4. Formale Aspekte

Das System der Raumaufteilung und spezifische architektonische Merkmale prägen das Erscheinungsbild: Horizontale Ausrichtung, basierend auf der Organisation des Längsraums, klare Dominanz des Festen über das Leere. Innenräume sind oft dunkel oder schlecht beleuchtet, abhängig von der Anordnung: Drei Schiffe ungefähr gleicher Höhe, oder ein höheres Hauptschiff, das zur Beleuchtung beiträgt. Klare und präzise Volumen, Suche nach reinen geometrischen Formen und dekorativer Schlichtheit (Tempel sind mit Reliefs und Malereien verziert).

5. Repräsentativste Gebäude

Die repräsentativsten Gebäude sind religiöser Natur.

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