Römische Infrastruktur: Straßen, Brücken und Aquädukte

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Der Bau römischer Straßen

Der Hauptzweck des Straßenbaus war die Steuerung aller Gebiete des Römischen Reiches, um jeden Ort mit Leichtigkeit erreichen zu können. Es handelte sich um breite Wege für Wagen.

  • Iter: Ein Pfad für Fußgänger oder Maultiere.
  • Actus: Ein Pfad für Fahrzeuge oder Tiere.
  • Semita: Ein kleiner Weg.

Konstruktion und Verlauf

Die Straßen verliefen meist in einer geraden Linie, außer wenn das Gelände Umwege erforderte. Sobald die Route feststand, konnte der Bau beginnen. Dieser wurde Zentimeter für Zentimeter von der römischen Armee durchgeführt:

  1. Abgrenzung: Die Breite der Straße wurde durch zwei Rillen markiert und mit zwei Reihen von Steinen eingefasst.
  2. Aushub: Ein Kanal wurde zwischen den Steinreihen ausgehoben und eine erste Steinschicht wurde platziert.
  3. Füllung: Eine weitere Schicht aus Sand oder Kies wurde aufgetragen.
  4. Oberfläche: Die Straße wurde mit Schotter oder Steinplatten bedeckt.

Römische Brücken

Zuerst wurde die Stelle markiert, an der die Pfeiler stehen sollten, und das Fundament wurde gelegt. Anfangs bevorzugte man den Bau schmaler Brücken mit einem einzigen Bogen. Im Laufe der Zeit gelang es, Pfeiler direkt im Flussbett zu errichten.

Beispiele: Die römische Brücke von Mérida und der Pont du Diable in Martorell.

Leuchttürme an den Küsten

Leuchttürme wiesen den Seeleuten den Weg an der Küste. Es handelt sich um Türme, die auf verschiedene Weise Licht am höchsten Punkt erzeugten.

Beispiel: Der Herkulesturm (Torre de Hércules).

Römische Stadtplanung

Die Städte wurden nach einem festen Plan ausgerichtet:

  • Nord-Süd-Achse: Cardo Maximus
  • Ost-West-Achse: Decumanus Maximus
  • Wichtige Gebäude: Kirche, Kurie, Basilika und Schatzkammer.

Standortwahl und Gründung

Bei der Entscheidung über den Standort der Stadt wurde auf eine gute Wohnlage mit Zugang zu Wasser, Eisenvorkommen, fruchtbarem Boden, Kommunikationswegen und ein gutes Klima geachtet.

  • Invocatio: Ein religiöses Ritual, bei dem Tiere der Region geopfert wurden.
  • Limitatio: Die Markierung und Abgrenzung des Umfangs, den die ummauerte Stadt einnehmen würde.

Heer und Religion

Das römische Heer sicherte das Reich. Die Religion war polytheistisch. Ein Priester wurde Flamen genannt. Der Tempel war sein Wirkungsbereich, und die Cella war der Raum (Habitacio) des Flamen bzw. der Gottheit.

Römische Wohnformen

Man unterschied hauptsächlich zwischen der Domus und den Insulae. Die Domus verfügte oft über ein Atrium und einen Hof.

Aquädukte und Wasserversorgung

Aquädukte ermöglichten den Transport von Wasser aus Quellen bis hin zu den Brunnen in den Städten. Sie bestanden aus einem überdachten Steinkanal, in dem das Wasser dank einer moderaten Steigung floss. Dieser Kanal konnte ober- oder unterirdisch verlaufen. Wenn er sich der Stadt näherte und an Höhe gewann, erhielt er das Aussehen einer Reihe von Arkaden (Bögen), auf denen der Kanal das Wasser leitete.

Beispiele: Pont du Gard und das Aquädukt von Segovia.

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