Römische Lager und griechische Architektur im Überblick

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Der Aufbau eines römischen Lagers (Castra)

Die römischen Lager oder Castra führten oft zur Entstehung mittelalterlicher Städte in Europa, wie im Fall von León (Legio). Normalerweise sollten sie Soldaten über Nacht oder während Kämpfen schützen. Viele wurden jedoch über Monate besetzt, andere wurden dauerhaft und wandelten sich schließlich zu Städten. Jeder Soldat musste in seinem Gepäck (Sarcina) alles mitführen, was für den Bau eines Lagers notwendig war:

  • Fossa: Ein ca. 1 m tiefer Graben zu Verteidigungszwecken.
  • Vallum: Palisaden aus dicht aneinandergereihten Baumstämmen, um das Eindringen zu verhindern.
  • Innerhalb des umzäunten Bereichs wurden im Wesentlichen zwei Wege angelegt: einer in Nord-Süd-Richtung (Via Principalis) und einer in Ost-West-Richtung (Via Decumanus). An der Kreuzung dieser zwei Straßen stand das Zelt des Konsuls oder des Militärtribuns. Um die Zelte der wichtigsten Beamten befand sich ein großer offener Platz, das Forum, um die Truppen zu konzentrieren.
  • Der Rest des Platzes war für die Zelte der Soldaten reserviert, in denen jeweils 8 Männer untergebracht waren. Das Lager konnte nur durch vier Tore (Dextra, Sinistra, Decumanus und Praetoria) betreten werden.
  • Die beiden Hauptstraßen waren breit genug, damit die Truppen das Lager geordnet und ohne Gedränge verlassen konnten.

Klassische griechische Architektur

Die Griechen prägten den Begriff der Architektur durch feste Säulenordnungen, sowohl für die tragenden Elemente (Säule oder Wand) als auch für die getragenen Bauteile (Dach, Gebälk usw.), die ein Gebäude bilden. Je nach Gestaltung dieser Elemente unterscheidet man drei architektonische Ordnungen:

  • Dorisch: Dies ist die älteste Ordnung. Die Säule wird direkt ohne Basis auf den Boden gestellt. Der Schaft der Säule ist in Abschnitte unterteilt, die Trommeln genannt werden, und weist von oben nach unten Kanneluren (Rillen) auf. Das Kapitell besteht aus einer quadratischen Platte, dem Abakus, und einem darunter liegenden, konvex geformten Echinus.
  • Ionisch: Die Säule ruht auf einer Basis und besteht oft aus einem Stück. Das Kapitell ist durch spiralförmige Voluten (Schneckenformen) gekennzeichnet.
  • Korinthisch: Diese Ordnung ähnelt der ionischen, jedoch werden die Voluten am Kapitell durch ein pflanzliches Motiv ersetzt, das einen Korb mit Akanthusblättern imitiert.
  • Alle griechischen Tempel hatten ein Satteldach, unter dem ein dreieckiger Raum entstand, der als Giebel (Fronton) bezeichnet wird.

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