Römische Literatur: Einfluss, Merkmale und Gattungen

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Römische Literatur: Ursprünge und Entwicklung

Griechischer Einfluss auf die römische Literatur

Die lateinische Literatur entwickelte sich unter dem Impuls und dem anhaltenden Einfluss der griechischen Literatur. Die ersten Werke wurden direkt von griechischen Vorbildern inspiriert. Römische Autoren folgten den Vorgaben der bereits bestehenden griechischen literarischen Gattungen, sowohl in Prosa als auch in Versform. In einigen Fällen gelang es ihnen sogar, ihre griechischen Vorbilder zu erreichen und zu übertreffen. Sie schufen auch ein eigenes Genre: die Satire.

Charakteristische Merkmale der römischen Literatur

Die Bedeutung der Landwirtschaft in der römischen Kultur spiegelt sich in Gedichten wider, die angestammte Tugenden wie Ehrlichkeit, Fleiß und eine harmonische Beziehung zur Natur thematisieren. Patriotismus und die Lobpreisung der Größe Roms sind beherrschende Themen in der römischen Literatur. Kritik an Sitten und Sozialverhalten findet sich in Genres wie Satire, Epigramm und Komödie.

Römische Dichtung: Vielfalt der Gattungen

  • Das Epos: Besingt die legendären Heldentaten von Helden in erhabener Sprache. Das Hauptwerk ist Vergils Aeneis. Hervorzuheben sind auch Ovids Metamorphosen.
  • Die Lyrik: Ist oft feierlich und lobpreisend, bietet aber auch Raum für den Ausdruck von Emotionen und subjektiven Gefühlen. Der Dichter Horaz behandelt in seinen Oden Themen wie Liebe, Freundschaft und die Freuden des Lebens.
  • Die Elegie: Ist Trauerpoesie, oft sehr persönlich und autobiografisch. Hauptthema war die Liebe mit all ihren Facetten. Ovid kultivierte diese Art von Poesie mit einer Vielzahl von Tönen und Perspektiven.
  • Die Satire: Ein Genre, dessen römische Vertreter Horaz, Persius und Juvenal sind. Sie beleuchtet in ihren Gedichten viele Aspekte des römischen Alltags mit kritischem Blick.
  • Das Theater: Ebenfalls ein vielseitiges Genre, unterteilt in Komödie und Tragödie. Hier brillierten Plautus und Terenz.

Lateinische Prosa: Rhetorik und Philosophie

  • Öffentliche Rede (Rhetorik): Die Kunst, Argumente klar und präzise zu präsentieren, um das Publikum zu überzeugen. Cicero war ein herausragender Vertreter.
  • Philosophie: Die in Rom am weitesten verbreitete griechische Lehre war der Stoizismus, da seine moralische Dimension am besten zur römischen Pragmatik passte. Wichtige Vertreter waren Cicero und Seneca.

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