Römische Stadtplanung und Kunst: Architektur und Porträts

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Stadtplanung: Das römische Gitternetz

Die Stadtplanung in den neuen Städten der Römer basiert auf einem strengen Gitternetzsystem. Der Ursprung liegt in der Struktur eines Militärlagers, da diese Anordnung es der Armee ermöglichte, sich schnell in jede Richtung zu bewegen. Die Struktur diente einer rationelleren Raumverteilung, sodass sich die Bewohner mühelos durch die Straßen orientieren konnten.

Die Stadt war um zwei Hauptachsen gegliedert:

  • Decumanus: Die Ost-West-Achse.
  • Cardo: Die Nord-Süd-Achse.

Diese beiden Achsen unterteilten die Stadt in Parzellen. Am Schnittpunkt der Achsen befanden sich die repräsentativsten öffentlichen Gebäude: das Forum als zentraler Platz, Konferenz- und Erholungszentrum, sowie in der Umgebung die Tempel und das Theater.

Das römische Porträt

Das römische Porträt verdankt viel der griechischen Skulptur, deren Komposition und Formen oft reproduziert wurden. Viele Werke kopierten griechische Vorbilder direkt, doch der Realismus ist ein wesentliches Merkmal, das bis heute erhalten geblieben ist.

Die getreue Schilderung geht auf etruskische Traditionen zurück. Totenmasken aus Wachs oder Gips, die direkt vom Gesicht des Verstorbenen abgenommen wurden, beeinflussten die römische Kunst maßgeblich. Diese Tradition, die eng mit dem Ahnenkult verbunden war, erklärt den körperlichen und gestischen Realismus der römischen Porträtkunst. Während diese Masken anfangs den Patriziern vorbehalten waren, wurden sie später auch von Bürgerlichen genutzt, wobei härtere und haltbarere Materialien als Lehm zum Einsatz kamen. Mit einem propagandistischen Zweck wurden zudem Porträts von Kaisern und Persönlichkeiten des Hofes angefertigt.

Das Relief in der römischen Kunst

Das Relief findet sich meist an Gedenkgebäuden wie Triumphbögen und Säulen. Es besitzt einen narrativen Sinn, um Heldentaten zu erinnern und zu erzählen. Dabei unterstreicht es das hohe technische Niveau:

  • Detail und Genauigkeit: Hohe Präzision in der Modellierung.
  • Realismus und Perspektive: Die geschickte Nutzung verschiedener Tiefen, von Hochrelief bis Flachrelief.
  • Kompositorischer Rhythmus: Ein Reichtum an Gesten, der der Erzählung Dynamik und Mobilität verleiht.

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