Römisches Reich: Macht, Produktion und der Übergang zur Spätantike
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Lektion 12: Das Römische Reich – Machtverhältnisse und Produktion
Aneignung der Natur und Raumtransformationen
Im zweiten Jahrhundert n. Chr. erreichte das Römische Reich seine größte Kontrolle und Expansion. Rom konnte auf dem europäischen Territorium Bau- und Infrastrukturprojekte von großer *Magnitudo* durchführen:
- Brücken, Straßennetze, Häfen und Flussmaritime Verbindungen, um den Handel mit Leichtigkeit zu ermöglichen.
- Kanalisation, Durchlässe und Aquädukte, um das Leben seiner Bewohner zu verbessern.
- Militärische Enklaven, um die Grenzen und Mauern zu sichern.
Diese Infrastruktur schuf Verbreitungs- und Austauschkreisläufe, die nicht nur Produkte, sondern auch Personen und Ideen transportierten.
Die Römischen Villen (Landgüter)
Die Villen waren landwirtschaftliche Produktionseinheiten, deren Überschüsse in den Städten verkauft wurden. Es wurden hauptsächlich Oliven und Reben kultiviert. Auf den reichsten Böden wurden zusätzlich Weizen, Gerste, Obst, Gemüse und Färberpflanzen angebaut.
Der Eigentümer (Dominus) lebte mit seiner Familie in einer Residenz, während das Land von freien Bauern, Pächtern und Sklaven bearbeitet wurde. In den Villen gab es auch Unterkünfte für Bauern und Sklaven sowie Ställe, Mühlen und Werkstätten zur Herstellung und Reparatur von Werkzeugen.
Widersprüche der Klassischen Welt
Was wird als „klassisch“ bezeichnet? Es ist das nachahmenswerte Modell, das in den kulturellen Schöpfungen der Griechen und Römer existiert. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass die klassische Welt, die oft mit dem Goldenen Zeitalter assoziiert wird, eine dunkle Kehrseite hatte, wo wir Beziehungen der Ausbeutung, brutale Unterhaltung, Marginalisierung und Gewalt finden können. Beispielsweise untersagte die *Lex Petronia* das Aussetzen von Sklaven vor den Tieren des Amphitheaters.
Das Herz des Imperiums (Rom)
- Insulae: Mehrstöckige Mietshäuser.
- Forum: Öffentlicher Platz (Plaza Publica).
- Foren: Schauplatz für Wahlen, Volksversammlungen und triumphale Paraden nach siegreichen Eroberungskriegen.
- Curia: Senatsgebäude.
Eine Universelle Botschaft: Das Christentum
Das Christentum ist eine Religion, die in Palästina entstand. Die Botschaft Jesu von Nazareth verkündete einen universellen Gott und die Brüderlichkeit unter allen Menschen.
Lektion 13: Europa nach dem Fall des Weströmischen Reiches
Der Fall Westroms und die Germanischen Reiche
Im späten vierten Jahrhundert drangen einige asiatische Völker und Stämme über die Grenzen des Reiches ein. Die Germanen nutzten die schwache Grenzkontrolle und begannen, in großen Gruppen in einzelne Städte zu gelangen. Im Jahr 476 setzte ein germanischer König Romulus Augustulus, den letzten Kaiser Westroms, ab.
Die germanischen Völker organisierten sich in verschiedenen politischen Einheiten, den sogenannten germanischen Nachfolgestaaten.
Das Byzantinische Reich
Die östliche Hälfte des Reiches behielt ihre politische Einheit und wurde später als Byzantinisches Reich bekannt. Konstantinopel wurde an der Stelle der alten Stadt Byzanz gegründet. Die Stadt Konstantinopel wurde später von den Osmanischen Türken eingenommen und in Istanbul umbenannt.
Romanisierung und Germanisierung
Die Germanen, die zunächst friedlich an den Grenzen des Reiches gelebt hatten, übernahmen die Gebräuche der Römer, d. h., sie wurden romanisiert. Im Gegenzug übernahmen die Römer Teile der germanischen Lebensweise, d. h., sie wurden germanisiert. Beispiele für diese Vermischung:
- Die Monarchien wurden erblich.
- Es wurden neue Rechtssysteme geschaffen.
- Es wurden sowohl Latein als auch die germanischen Sprachen gesprochen.
Die Ausbreitung des Islam
Zwei Jahrhunderte nach dem Fall Roms begann sich eine neue Religion und Kultur auszubreiten: der Islam.